Werner Hinterberger

Werner Hinterberger

Die LASK-Saga: „Seit 1908 – Der Stolz von Oberösterreich“ – Teil 8, 1971 - 1980

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Auch zu Beginn des neuen Jahrzehnts hielt sich der LASK wacker. Im Pokal zwar bereits in Runde 2 an Austria Salzburg gescheitert, gelang in der Meisterschaft aber immerhin der 5. Tabellenrang in der Saison 1970/71. 
In der darauffolgenden Spielzeit 1971/72 ging es wieder in die Tabellenniederungen der Nationalliga, am Ende sollte es nur zum 12. Tabellenplatz reichen und auch im Pokal war die Reise gleich in Runde eins bei Wienerberg zu Ende - nach einem 4:4 nach Verlängerung verlor man das Elfmeterschießen gegen die Wiener mit 3:4.
 
Diese Lage veranlasste die LASK-Führung zu handeln und zu investieren. Als Trainer wurde Otto Baric verpflichtet. Dazu kamen klingende Namen wie Starek, Schöll und  Rudi Nafziger. Gemeinsam mit den etablierten LASKlern Sturmberger, Kondert und Harreither wurde eine schlagkräftige Elf zusammengestellt. Die Mühen wurden zunächst belohnt: Der LASK schmückte sich mit dem Herbstmeistertitel 1972! Allerdings konnte man die Form nicht über die Winterpause retten und fiel im Frühjahr stark ab und in der Tabelle letztlich bis auf Platz 6 zurück.
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  • LASK1972 Herbstmeister
 
Versöhnt wurden die Anhänger auf dem nicht-sportlichen Bau-Sektor. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde die neue LASK-Anlage fertig gestellt und am
13. Mai 1973 feierlich ihrer Bestimmung als neue Heimat des Linzer Traditionsvereins dem Verein übergeben.
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In der darauffolgenden Spielsaison war zum Leidwesen der schwarz-weißen Fans Blau-Weiß die Modefarbe in Österreich. Während die Linzer Athletiker in der Punktejagd nur den 9. Endrang erreichten und auch im Pokal gegen Wacker Innsbruck in Runde 2 ziemlich schnell Endstation war, krönte sich Stadtrivale VOEST Linz zum Österreichischen Fußballmeister 1974. Trostpflaster für den LASK war, dass die beiden Spiele um die Vorherrschaft in Linz an die Athletiker gingen. 3:0 und 2:0 hieß es in den Stadtderbys zugunsten des LASK.

Eine Kuriosität dieser Spielzeit war, dass man sich beim LASK kurzzeitig im Transferglück wähnte. Der berühmte DDR-Fußballer Peter Ducke sollte sich für einen Wechsel zum LASK interessieren, hieß es. Doch schon bald musste man feststellen, dass man einem Hochstapler namens Jürgen Hrdlicka aufgesessen war, der als „Peter Ducke“ schon in mehreren Städten Geld ergaunert hatte.
 
Mit der Saison 1974/75 begann im österreichischen Ligafußball wieder einmal eine neue Zeitrechnung. Die neue „Bundesliga“ - wie sie nunmehr hieß -  wurde von 16 auf 10 Klubs reduziert. Das neue Ligakonzept (das namentlich bereits zwei Jahre später umgetauft werden sollte und sich ab 1976 als „1. Division“ bezeichnete) bewährte sich auf internationaler Ebene und brachte dem österreichischen Fußball einige schöne Erfolge ein: Qualifikation des Nationalteams für die Weltmeisterschaften 1978 (Platz 7) und 1982 (Platz 8), Finalteilnahmen von Austria (1978) und Rapid (1985) im Europacup der Pokalsieger sowie das zweimalige Erreichen des Halbfinales im Europacup der Landesmeister (1979) und  im UEFA-Pokal (1983) durch Austria Wien. Für den LASK allerdings sollte das neue Format zunächst eher wenig bringen. Unter dem neuen Trainer Felix Latzke, der 1974 Otto Baric abgelöst hatte, erreichte man in der Saison 1974/75 den 6. Tabellenrang in der Endabrechnung und im Pokal war - nachdem man sich gegen WSG Radenthein/Villacher SV und Austria Klagenfurt durchsetzen hatte können - letztlich im Viertelfinale Endstation, wo man am späteren Finalisten SK Sturm Graz auswärts mit 0:1 in der Verlängerung scheiterte.

1975/76 schied man im Cup beim Zweitligaklub Rapid Lienz - betreut vom ehemaligen LASK-Meisterfußballer und später mehrmaligen LASK-Trainer Dolfi Blutsch -  im Achtelfinale im erst zweiten Antreten im ÖFB-Cup in dieser Spielzeit mit 0:1 aus. Auch in der Punktejagd verschlechterten sich die Linzer Schwarz-Weißen in der Endabrechung um einen Platz und wurden nur Siebenter.
Wie so oft musste diese bescheidenen Ergebnisse der Trainer büßen und Felix Latzke wurde von Willi Huberts abgelöst. Mit ihm – so schien es zunächst - kehrte der sportliche Erfolg wieder zurück. Die Spielsaison 1976/77 beendete man auf dem durchaus beachtlichen 4. Tabellenplatz und qualifizierte sich damit sogar für den UEFA-Pokal. Im ÖFB-Cup scheiterte man im Viertelfinale an Wacker Innsbruck.
 
Am 14. September 1977 war es dann soweit. Die Kapitäne Köglberger und Fazekas tauschten vor dem Erstrunden-Hinspiel des UEFA-Pokals zwischen dem LASK und dem ungarischen Topteam Ujpest Dozsa die Vereinswimpel. Die Rückkehr auf die europäische Fußballbühne verlief zunächst vielversprechend, konnten doch die Schwarz-Weißen den scheinbar übermächtigen Gegner aus der ungarischen Metropole Budapest nach zwischenzeitlichem 1:2- Rückstand letztlich noch 3:2 in die Knie zwingen (Tore: Köglberger 2, Vuckovic). In Budapest wurden aber die Verhältnisse wieder deutlich geklärt, der LASK schlitterte im Rückspiel in ein empfindliches 0:7 (0:1)-Debakel und verabschiedete sich neuerlich nach nur einer Runde wieder aus dem Europapokal.
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Im nationalen Pokal scheiterte man wie in der vorangegangenen Saison im Viertelfinale an den Innsbruckern und in der Meisterschaft verlor man durch den 10. und letzten Tabellenplatz erstmals seit 1958 wieder die Zugehörigkeit zur höchsten österreichischen Spielklasse und musste in die 2. Division absteigen. Besonders bitter war, dass man mit dem Vorletzten Admira Wacker punktegleich war und sich die Tordifferenz bei minus 23 (LASK) und minus 22 (Admira) genau um einen einzigen Treffer schlechter erwies. Zudem verlor man das direkte Duell in der letzten Runde (!) beim Abstiegskonkurrenten mit 0:1.
Umso überzeugender gelang jedoch in der darauffolgenden Spielsaison unter dem neuen Trainer Dolfi Blutsch mit fünf Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger SK Austria Klagenfurt der Meistertitel in der 2. Division und damit verbunden der sofortige Wiederaufstieg in die höchste österreichische Spielklasse.
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Als starker Aufsteiger mischte man in der Spielzeit 1979/80 gar lange im Kampf um den Meistertitel mit. Eine leichte Schwächephase im Frühjahr bedeutete am Ende Platz 3, was die neuerliche Qualifikation für den UEFA-Cup mit sich brachte. Einen Wermutstropfen bedeutete das innerstädtische Duell mit Voest Linz. Denn obwohl man kein einziges der vier Stadtderbys verloren hatte (2 Siege, 2 Remis), musste man sich in der Tabelle ganz knapp dem blau-weißen Rivalen geschlagen geben – die Werkssportler beendeten die Saison als Vizemeister hinter Meister Austria Wien. Der Rückstand hielt sich in beiden Fällen in Grenzen: Auf Austria fehlten sieben Punkte, auf den Stadtrivalen gar nur fünf Tore in der Differenz.

Dennoch war natürlich Platz 3 als Aufsteiger aller Ehren wert und Linz freute sich auf die Europacup-Spiele von LASK (und vielleicht auch VOEST) am Beginn der Saison 1980/81.
 
Beschreibung Fotos
 
- LASK – Mannschaftsfoto Herbstmeister 1972
Quelle: Festschrift „65 Jahre LASK“ 1973
 
- Bild LASK-Platz Neue Heimat
Quelle: Festschrift „80 Jahre LASK“ 1988
 
- Bild LASK-Platz Neue Heimat, Vorderansicht Klubgebäude
Quelle: Festschrift „80 Jahre LASK“ 1988
 
- Bild Eröffnung LASK-Platz Neue Heimat (1973)
Bild 1
Quelle: Festschrift „80 Jahre LASK“ 1988
 
- Bild Eröffnung LASK-Platz Neue Heimat (1973)
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Quelle: Festschrift „80 Jahre LASK“ 1988
 
Bild Baric – Trauner:
Otto „Maximale“ Baric (hier mit Präsident Rudolf Trauner) beim ersten Engagement als LASK-Trainer, er sollte Ende der 1990er noch einmal auf der LASK-Trainerbank Platz nehmen.
Quelle: Festschrift „80 Jahre LASK“ 1988
 
- Bild LASK – Fans
Quelle: „LASK-Information“, Ausgabe Herbst 1974
 
 - UEFA-Cup 1977 LASK – Ujpest Dozsa, Wimpeltausch Köglberger – Fazekas
In der Saison 1977/78 traf der LASK in der 1. Runde des UEFA-Pokals auf die ungarische Spitzenmannschaft Ujpest Dozsa und konnte das Hinspiel in Linz noch mit 3:2 für sich entscheiden, ehe man sich im Rückspiel sang- und klanglos mit einer deutlichen 0:7- Abfuhr als dem Bewerb verabschieden musste. Das Bild zeigt die beiden Kapitäne Köglberger (LASK) und Fazekas (Ujpest Dozsa) vor dem Hinspiel in Linz beim Wimpeltausch vor dem Spiel.
Quelle: „Schwarz-Weiss-Kurier“ Infoblatt LASK-AC, Ausgabe 2/31.5.1980
 

 

 

 

 

 

 

Die LASK-Sage: „Seit 1908 – Der Stolz von Oberösterreich“ - Teil 5 1951 - 1965

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In der zweiten Saison der neugegründeten österreichweiten Staatsliga war nun auch der LASK dabei. Der Herbstdurchgang gestaltete sich trotz der Verpflichtung von Major Alt als Trainer und des Wiener Internationalen Dr. Josef Epp als Mittelstürmer noch recht schwierig und durchwachsene Ergebnisse ließen den Klassenerhalt fraglich erscheinen. Mit einem guten Frühjahr konnte dieser dann jedoch geschafft werden. Auch in den folgenden drei Jahren konnte man sich relativ sicher stets im Mittelfeld der Liga halten. Nach der Saison 1954/55 musste man sich allerdings doch wieder aus der Staatsliga in eine Liga tiefer verabschieden.

Die Geschicke des LASK hatte mittlerweile Dr. Otto Nader als Präsident übernommen und an seiner Seite fungierte Sepp Brunetzky, der sich als Sektionsleiter einen guten Namen machte und dieses Amt lange ausübte. Zudem konnte man die Mannschaft immer wieder verstärken ,wie z.B. mit der Verpflichtung der Stürmer Alfred „Nitzerl“ Teinitzer (der auch im Aufgebot Österreichs für die Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz stand – ein persönlicher Erfolg, den nur wenige LASK-Spieler in der bisherigen Geschichte erreichten) und Ferdinand Zechmeister. Beide sollten in der Folge waschechte Linzer und LASK-Legenden werden.
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Otto Nader

Abseits des Meisterschaftsalltags unternahm der LASK immer wieder Auslandsreisen, z.B. nach Deutschland und Schweden. Die bedeutendste Reise unternahm der LASK im Winter 1953. Es ging auf große Tournee nach Fernost  mit 17 Spielen, wovon die LASK-Mannschaft gleich 15 Mal als Sieger vom Platz ging (unter anderem gegen die Nationalteams von Südvietnam, Indien, den Philippinen und auch China), einmal ein Remis erreichte und lediglich eines der Spiele dieser eindrucksvollen Tournee verlor. Die siegenden Athletiker genossen während der Reise auch große Aufmerksamkeit. So kündigte in Pnom-Phen, dem Sitz des Kaisers von Kambodscha, ein Lautsprecherwagen die „weltberühmten österreichischen Fußballspieler“ an.
 
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Als Heimstätte diente dem LASK seit dem Jahr 1952 das in diesem Jahr eröffnete Linzer Stadion, wo man seine Meisterschaftsbegegnungen und auch einige Freundschaftsspiele austrug, wie z.B. die Begegnung mit dem brasilianischen Klub FC Flamengo, den der LASK im April 1954 mit 1:0 besiegen konnte. Eigentliche Heimat des LASK blieb aber noch einige Jahre der LASK-Platz in der Paul-Hahn-Straße.
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Linzer Stadion
 
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Stadion Paul-Hahn Straße
 
Mit dem Abstieg in die Staatsliga B, in die man von SW Bregenz begleitet wurde, begann die Zeit von Theo Kralka auf dem Präsidentensessel des Linzer Traditionsvereins. Der bisherige Gönner löste Dr. Otto Nader als LASK-Präsident ab und im Funktionärsstab tauchte bereits der Name eines gewissen Otto Jungbauer auf, der später selbst noch zweimal das Präsidentenamt bei den Schwarz-Weißen ausüben sollte.
 
Auf sportlicher Ebene wurde unter der strengen Leitung von Turl Brinek in der Saison 1957/58 souverän mit einer Serie von 17 Spielen ohne Niederlage der Meistertitel in der Staatsliga B und die damit verbundene Rückkehr in die höchste österreichische Spielklasse geschafft.
Dort etablierte sich die LASK-Mannschaft rasch wieder und um die Stützen Kozlicek, Sabetzer, Trubrig, Sturmberger, Kitzmüller und Höfer entstand um 1960 herum immer mehr eine echte Spitzenmannschaft, Diese musste sich im Jahre 1962 - noch zusätzlich verstärkt durch den jugoslawischen Nationalstopper Tomislav Crnkovic, der die LASK-Defensive mit Torhüter Kitzmüller und den Abwehrkollegen Trubrig und Oberparleitner dirigierte, nur ganz knapp Austria Wien im Kampf um den österreichischen Fußballmeistertitel geschlagen geben und sich mit dem Vizemeistertitel begnügen, welcher aber für die Schwarz-Weißen auch überaus beachtlich war. Eine denkbar knappe 1:2-Heimniederlage vor großer Kulisse im Linzer Stadion bedeutete letztlich die Entscheidung zugunsten der Wiener. Noch mehr Andrang herrschte beim Spiel einige Wochen zuvor gegen den Wiener Sportclub. Das 3:3 gegen die Schwarz-Weißen aus Wien-Dornbach wollten 33.000 Zuschauer sehen, was bis zum heutigen Tage Besucherrekord im Linzer Stadion bedeutet.
 
An der Vereinsspitze löste Otto Jungbauer nun gemeinsam mit den Herren Spiesmayer und Richter Theo Kralka als Präsident ab.
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Fußballerisch fiel der LASK immer mehr durch technisch sauberes Spiel und große Spielstärke auf,  was auch durch die große Zahl an LASK-Spielern unterstrichen wurde, die in dieser Zeit zu Nationalteamehren kamen.
Zudem konnte sich der LASK 1963 erstmals ins Endspiel des österreichischen Fußballpokals durchkämpfen, wo man sich äußerst unglücklich Austria Wien durch ein Tor von Jacare in Minute 14 vor 10.000 Besuchern im Wiener Praterstadion mit 0:1 geschlagen geben musste. Die Wiener Austria verteidigte in diesem Jahr aber auch ihren Meistertitel, konnte so das Double für sich verbuchen, was dem LASK als Verlierer des Pokalendspiels die Teilnahmeberechtigung für den folgenden Europapokal der Pokalsieger bescherte.

Der LASK näherte sich somit unaufhaltsam der absoluten österreichischen Spitze. Der erste Auftritt im Europacup bedeutete den bisherigen Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Daran änderte auch das Ausscheiden in Runde 1gegen Dinamo Zagreb nichts, das überdies äußerst unglücklich durch Losentscheid besiegelt wurde. Nach einem 1:0 in Linz (Tor: Fürst) und 0:1 in Zagreb sowie einem 1:1 im Entscheidungsspiel in Linz (Tor: Chico) wurde in der damaligen Zeit zu diesem Mittel der Entscheidung gegriffen.
In der Meisterschaft dieser Saison 1963/64 wurde es in der Endabrechnung letztlich der 3. Platz.
 
Beschreibung Fotos
 
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LASK – Mannschaft 1950/51 
Diese Mannschaft konnte in der Saison 1950/51 die Klassenzugehörigkeit des LASK zur Staatsliga wahren:
Stehend v.l.: Schmidhofer, Engbarth, Testalles, Dr. Epp, Fuchs I, Kralovics, Eisemann; vorne hockend: Jünger, Zechmeister, Lindenberger, Fuchs II, Toljan
Quelle: 60 Jahre LASK – Festschrift 1968
 
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Theo Kralka  
Großer Gönner und auch langjähriger Präsident des LASK
In seiner Amtszeit wurde der LASK 1958 Meister der Staatsliga B und kehrte wieder in Österreichs höchste Spielklasse zurück. Theo Kralka wurde später für seine Verdienste um den LASK zum Ehrenpräsidenten ernannt.
Quelle: 60 Jahre LASK – Festschrift 1968
 
Dr. Otto Nader  
Unter seiner Präsidentschaft gelang dem LASK der Aufstieg von der OÖ. Landesliga in die Staatsliga und auch sonst hatte er in den Wirren der Nachkriegszeit kein leichtes Amt als LASK-Präsident. Auch er wurde wie Theo Kralka später zum Ehrenpräsidenten des LASK ernannt.
Quelle: 60 Jahre LASK – Festschrift  1968
 
Otto Jungbauer (mit Spiesmayer und Richter)  
Otto Jungbauer stand in der Geschichte des LASK zweimal an der Spitze des Klubs, Mitte der 60-er und später Anfang der 90-er führte er als Präsident die Geschicke des Vereins. In seine Amtszeiten fielen der Gewinn des Doubles 1965 und der Meistertitel in der 2. Division 1994.
Quelle: 60 Jahre LASK – Festschrift 1968
 
Linzer Stadion
Das Linzer Stadion im Jahre 1962 in welches der LASK nach seiner Eröffnung 1952 mit den Heimspielen übersiedelte. Das Spiel gegen den Wr. Sportclub 1962 (3:3) bedeutete mit 33.000 Besuchern den größten Zuschauerandrang bis zum heutigen Tage. Heimstätte des LASK blieb aber noch - bis er später einem HTL-Bau weichen musste - der legendäre LASK-Platz an der Paul-Hahn-Straße.
Quelle: OÖN 30.3.2011
 
LASK-Platz  
Im Jahre 1948 wiedererrichtet bedeutete der LASK-Platz an der Paul-Hahn-Straße für die Linzer Athletiker eine echte Heimstätte. Immer wieder strömten zahlreiche Besucher herbei um viele schöne und denkwürdige Spiele des LASK mitzuverfolgen und auch viele Siege zu feiern. 1961 wurde der Platz mit einer Flutlichtanlage ausgestattet, welche mit einem Spiel gegen die englische Profimannschaft Westbromwich Albion eingeweiht wurde. Denkbar knapp unterlagen die Schwarz-Weißen mit 2:3 gegen den prominenten Gegner .Ende der 60er Jahre musste der Platz der heutigen HTL Paul-Hahn-Straße weichen.
Quelle: „Fußball in Oberösterreich“ (ca. 1971)
 
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Zeitungsbericht 1953 : LASK – GAK   5:0 (1:0) 
 
Bild 1 Fernost-Tournee 1953   
Die LASK-Mannschaft vor dem Spiel gegen die Nationalelf Indiens welche nach brillantem Spiel und großartiger Leistung mit 4:0 besiegt werden konnte. Bei Temperaturen von 50 (!) Grad wurde die Spieldauer auf 2 x 25 Minuten reduziert.
Stehend v. l.: Lindenberger, Weinzierl, Teinitzer, Hart, Swerak, Fuchs I, Engbarth, Zechmeister; vorne hockend v.l. : Schmidhofer, Lemberger, Weichselbaumer, Fuchs II, Kralovics
Quelle: 60 Jahre LASK – Festschrift 1968
 
Bild 2 Fernost- Tournee 1953  
Vor dem modernen Hotel „Majestic“ in Saigon: Zechmeister, Sportreporter Pilsl, Trainer Alt, Präsident Nader und Swerak – vorne Weichselbaumer und Toljan
Quelle: 60 Jahre LASK-Festschrift  1968
 

Die LASK Sage: "Seit 1908 - Der Stolz von Oberösterreich" - Teil 3

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„Seit 1908 - Der Stolz von Oberösterreich“  –  Die LASK-Sage, Teil 3, 1931 – 1940
 
Zu Beginn dieses Jahrzehnts sicherte man sich zum bereits siebenten Mal den Landesmeistertitel in OÖ und auch erstmals den OÖ. Landescup. Im Finale wurde der Welser Sport-Club nach einem 3:3 in einem aus diesem Remis resultierenden zweiten Finalspiel mit 8:3 vom Platz gefegt und so wanderte der OÖ. Landespokal zum ersten und nicht zum letzten Mal in den Trophäenschrank des LASK.
 
Dieses „Double“ war allerdings nur ein kleiner Vorgeschmack auf das große Jahr des LASK in der Spielzeit 1931/32. Der errungene OÖ Meistertitel 1931 berechtigte den LASK neuerlich zur Teilnahme an der österreichischen Amateurstaatsmeisterschaft wo man sich diesmal über Lustenau (4:2 und 5:2) und den SAK (1:1, 2:2 sowie 2:1) ins Finale vorkämpfen konnte. Dort stand man neuerlich dem GAK gegenüber, an dem man zuletzt in diesem Bewerb noch gescheitert war. In diesem Jahr allerdings ging das Duell mit 1:1 und 2:1 an die Linzer und die LASK-Mannschaft konnte mit diesem Gewinn des österr. Amateurstaatsmeistertitels einen ersten sportlichen Höhepunkt in der Geschichte der Linzer Athletiker setzen. Der achte OÖ. Fußballmeistertitel und die erfolgreiche Verteidigung des vorjährigen Sieges im OÖ. Landescup rundeten dieses sportlich so erfolgreiche Jahr für den LASK ab. Aus dieser LASK-Erfolgsmannschaft stach ein Name ganz besonders heraus, der zum wohl berühmtesten „Sohn“ des LASK werden sollte: Gustl Jordan. (siehe Bild unten)
 
Der LASK-Stürmer wechselte nach Wien zum FAC und von dort nach Paris zu Racing Paris wo er große Erfolge feierte und es zum Kapitän der Racing-Mannschaft und nach seiner Einbürgerung 1937 auch der französischen Nationalmannschaft brachte. Selbst der damalige französische Staatschef Charles de Gaulle galt als großer Fan des ehemaligen LASK-Spielers.
In der folgenden Spielzeit 1932/33 war man als Titelverteidiger in allen 3 Bewerben der große Gejagte - eine Situation, mit der die Schwarz-Weißen weniger gut zurechtkamen, denn keiner der drei im Vorjahr errungenen Titel konnte erfolgreich verteidigt werden. In OÖ dominierte der Rivale aus Urfahr und erkämpfte souverän den Landesmeistertitel und sicherte sich auch den OÖ Landespokal, in der Bundesamateurmeisterschaft konnte man sich gegen FC Hötting ( 5:0 und 4:1) und Lustenau (3:0 und 2:2) behaupten, ehe man gegen den GAK, den man eine Saison zuvor noch im Finale bezwingen hatte können, mit 0:2 und 2:4 den Kürzeren zog. (siehe Bilder unten)
 
In der Saison 1933/34 wurde erstmals eine „oberösterreichisch-salzburgische Liga-Meisterschaft“ ausgetragen. Hier konnte der LASK hinter dem Salzburger Klub SAK 1914 den 2. Platz in der Endtabelle belegen, hatte aber in der Vergabe des OÖ. Fußballmeistertitels das Pech, dass hier die Ergebnisse aus den Begegnungen mit den Teams aus Salzburg herausgestrichen wurden und in dieser Wertung kam der LASK mit dem SV Urfahr auf die gleiche Punktezahl und da diese aber das bessere Torverhältnis aufzuweisen hatten, blieb der Meisterpokal ein weiteres Jahr in Urfahr.
Bei den Linzer Athletikern  agierte Josef Mayböck wie bereits in den Jahren davor in Bestform. Weitere Stützen waren der langjährige Zenterhalf Mayrhofer sowie die Brüder Strigl.
Mayböck wechselte dann nach Wien zur Vienna. Sein Fehlen in der LASK-Mannschaft war zwar deutlich merkbar, dennoch sicherte sich der LASK mit dem dritten Triumph im OÖ. Landespokal wieder einmal einen Titel, in der Meisterschaft erreichte man den dritten Tabellenrang.
 
Obwohl der LASK in dieser Zeit immer wieder seine besten Spieler ziehen lassen musste. ließ man sich nie unterkriegen und zäher Fleiß und Aufbauwille sorgten dafür, dass man auch in der nächsten Zeit eine schlagkräftige und konkurrenzfähige Mannschaft stellen konnte, die nach dem Landespokalsieg 1935 in der darauf folgenden Spielzeit zum bereits neunten Male in der noch relativ jungen Geschichte des LASK den OÖ. Fußball-Landesmeistertitel erkämpfen konnte und bei der Titelverteidigung im Pokal nur denkbar knapp nach einem 2:2 im Finale im Wiederholungsspiel mit 5:6 in der Verlängerung an Admira Linz scheiterte.
 
Durch den Herbstmeistertitel 1935 erlangte der LASK die Berechtigung zur Teilnahme am „Österreichischen Bundescup“ wo man gegen die Wiedner-Sportfreunde mit 3:1 siegreich blieb, aber dann in Wien gegen Austria Wien - dem späteren Sieger des Bewerbs - mit 0:9 wenig zu bestellen hatte.
Zwei LASK-Fußballer und Stützen dieser Elf kamen überdies 1936 bei den Sommerspielen in Berlin zu Olympiaehren, Leo Schaffelhofer und Josef Kitzmüller standen in der österreichischen Olympiaauswahl.
 
In der heimischen Meisterschaft musste man die Meisterkrone wieder den Schwarz-Roten aus Urfahr überlassen, in der Amateurstaatsmeisterschaft blieb man nach siegreicher Begegnung mit dem FC Lustenau (1:2 und 4:1) am Innsbrucker AC hängen (0:5 und 3:1), jedoch den von Landeshauptmann Heinrich Gleißner gestifteten OÖ. Landescup konnte man für sich entscheiden.
In der darauf folgenden Saison kam es zu einem völligen Umbau in der LASK-Kampfmannschaft. Spieler wie die Brüder Fuchs, Hartl, Weichselbaumer, Engbarth, Fredi Baumgartner und Fritz Enzenhofer kamen aus der Jugendelf des LASK zur Kampfmannschaft. Desweiteren wurde Wiggerl Lutz geholt, der zu einer Stütze der neuformierten LASK-Elf wurde, die auch von Frankreich-Rückkehrer Josef Mayböck zusätzlich verstärkt wurde. In der ersten Saison hielt man sich wacker, obgleich es in der Endabrechnung nur zu Platz 4 reichte.
Nach dem Anschluss an das Dritte Reich wurde die Heimstätte des LASK  ein Opfer der allgemeinen Bauwut des NS-Regimes und die Athletiker standen vorübergehend ohne ein Zuhause da. Dennoch erkämpfte sich der LASK zum bereits zehnten Mal den OÖ. Fußballmeistertitel und sicherten sich dadurch auch die Teilnahmeberechtigung zum Qualifikations-Turnier um die Teilnahme an der Wiener Liga, wo man Platz 2 erreichte.
 
Letztlich verhinderten allerdings die Wirren des 2. Weltkrieges eine Teilnahme an der höchsten Spielklasse der „Bereichsmeisterschaft Ostmark“ für die der LASK in der Sommerpause groß aufgerüstet hatte und mit dem bekannten Wunderteam-Spieler Georg „Schurl“ Braun einen absoluten Spitzenmann als Spielertrainer gewinnen hatte können. Mit zweitklassigen Wiener Mannschaften wurden einige Freundschaftsspiele vereinbart und man nahm an der oö. Fußballmeisterschaft teil, wo man hinter Meister Vorwärts Steyr und Amateure Steyr den dritten Platz belegte.
 
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Die LASK Sage: "Seit 1908 - Der Stolz von Oberösterreich" - Teil 2

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„Seit 1908 - Der Stolz von Oberösterreich“  –  Die LASK-Sage, Teil 2, 1921 – 1930
 
Im Jahre 1921 fand der LASK auf dem „Kleinen Exerzierfeld“ eine neue echte Heimstätte, welche am 25. September 1921 mit einem Freundschaftsspiel gegen den „Wiener Ballspielklub“ feierlich eingeweiht wurde. Die Begegnung ging mit 1:2 an die Wiener. In einigen weiteren freundschaftlichen Begegnungen konnte man aber viele schöne Siege erringen. In der Meisterschaft reichte es jedoch neuerlich nicht zu einer Spitzenposition. Hinter dem OÖ-Meister  SK Vorwärts Steyr sowie dem Welser SC und dem 1. Salzburger SK erreichte man den  4. Tabellenplatz von allerdings nur fünf teilnehmenden Mannschaften.
 
In den darauf folgenden Spieljahren verbesserte sich der LASK auch in der Punktejagd zusehends. Die Saison 1921/22 beendete man als Dritter und 1922/23 reichte es bereits zum OÖ. Vizemeistertitel hinter der dominierenden Mannschaft von Vorwärts Steyr, die zu dieser Zeit fast ein „Abonnement“ auf den Fußballmeistertitel in OÖ zu haben schien.
In der Saison 1923/24 war es dann aber soweit, die Steyrer Vorherrschaft wurde durchbrochen und die LASK-Fußballer setzten sich zum ersten Male die Krone des OÖ. Fußballmeisters auf. Mit dem imposanten Torverhältnis von 71:10 und sechs Zählern Vorsprung wurde der Serienchampion aus Steyr enttrohnt und auf Platz 2 verwiesen. LASK – Stürmer Lhotka wurde mit 33 Treffern in nur 14 Spielen Schützenkönig und der personifizierte „Albtraum“ der gegnerischen Torhüter.
 
Dieser Titelgewinn der Linzer Schwarz-Weißen leitete aber auch so etwas wie eine Wachblöse im oö. Fußball ein, denn der LASK konnte im darauf folgenden Spieljahr seinen Titel verteidigen und krönte sich auch 1925 mit 17 von 18 gewonnenen Meisterschaftspartien zum Meister von OÖ!
 
In dieser Tonart ging es in den folgenden zwei Saisonen weiter und auch 1926 und 1927 hieß der OÖ. Fußballmeister LASK und zog mit 4 errungenen Titeln mit dem bisherigen Rekordchampion Vorwärts Steyr gleich. Besonders bemerkenswert dabei, dass beim Titelgewinn 1927 alle 12 Meisterschaftsspiele siegreich absolviert werden konnten. Einen weiteren bemerkenswerten Achtungserfolg konnte der LASK am 1. März 1926 erzielen. Man nahm eine Einladung nach Wien an und stellte sich der starken Elf des Wiener Sportklubs im Rahmen eines Freundschaftsspiels. Trotz der 7:9-Niederlage in einem dramatischen Spiel verschaffte sich die LASK-Mannschaft mit einer starken Vorstellung Anerkennung und Respekt in Wien und die Wiener Sportpresse sparte nicht mit Lobesworten für die Leistung der Linzer Elf.
 
In der OÖ. Fußballmeisterschaft wurde die „Vorherrschaft“ des LASK gebrochen, In der Spielzeit 1927/28 erreichte man nur den dritten Rang und die Linzer Athletiker wurden vom SV Urfahr auf dem Meisterthron abgelöst. Abseits des Fußballgeschehens machte der LASK in diesem Jahr allerdings durch Eugen „Schönerl“ Wiesberger Schlagzeilen. Der Linzer Schwerathlet stand im Olympiaaufgebot Österreichs und der 17-fache österreichische Meister im Ringen erreichte bei den Sommerspielen in Amsterdam den beachtlichen 4. Platz.
 
In der folgenden Fußballsaison wurden die Urfahraner von den Linzer Athletikern prompt wieder vom Meisterthron verdrängt und  mit 5 Punkten Vorsprung auf Platz 2 verwiesen.
Etwas knapper ging es in der darauffolgenden Saison einher. Der LASK lieferte sich bis zum Ende der Spielzeit einen spannenden Zweikampf mit dem SV Urfahr und konnte seinen Titel nur aufgrund der besseren Tordifferenz verteidigen. Dieser Erfolg bedeutete im Jahre 1930 bereits den sechsten Oberösterreichischen Meistertitel. Weniger erfolgreich war man im erstmals ausgespielten und von Landeshauptmann Dr. Schlegel gestifteten OÖ. Landescup, wo man sich zwar bis ins Finale vorkämpfen konnte, sich aber dort den Sportfreunden Wels mit 1:3 geschlagen geben musste. Auch die Bundes-Amateurstaatsmeisterschaft, die in dieser Saison ebenfalls erstmals ausgetragen wurde, lief weniger gut für die Athletiker. Das erste Antreten gegen den späteren Sieger GAK endete mit einem 2:1-Erfolg in Linz, doch die folgende 1:3-Niederlage in Graz bedeutete einen Gesamtsore von 3:4 und somit das „Aus“.
 
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Mannschaft 1923/1924
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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