Mario Fellner

Mario Fellner

„Brugge sehen und siegen!“ – Der LASK im Duell der hungrigen Kämpfer

Im Playoff zur UEFA Champions League trifft der LASK auf Club Brugge, den belgischen Vizemeister. Wie schon zuletzt gegen den FC Basel wollen wir auch heute wieder einen ausführlichen Blick auf den kommenden Gegner werfen, der wiederum eine packende Partie verspricht!
 
Woher sie kommen und wer sie sind
 
Club Brugge wurde 1891 gegründet und ist damit noch älter als unser letzter Gegner aus Basel. Der Club gilt als Verein der Arbeiterklasse, eine Parallele zu unserem eigenen Lokalrivalen und künftigen Untermieter auf der Gugl.
Größter Lokalrivale ist Cercle Brugge. Die beiden sind die beliebtesten Fussballvereine in Belgien und machen damit Brugge zur absoluten belgischen Fanhauptstadt, was sicher auch unseren Auswärtsfahrern im Rückspiel eine außergewöhnliche Atmosphäre und eine unvergessliche Stimmung bescheren wird.
 
Nicht nur deshalb ist Brugge eine Reise wert. Auch die malerische Altstadt ist ein echtes Highlight und das Essen sowieso. Eine Mahlzeit aus belgischen Spezialitäten setzt sich zusammen wie folgt: Käse als Aperitiv, danach Pommes mit Ketchup und Mayo, dazu Starkbier und zum Abschluss Schokowaffeln.
 
Pommes sind übrigens eine Erfindung der Belgier, die sie gemacht haben als Belgien gerade als „Österreichische Niederlande“ zum Habsburgerreich gehörte. Mit dieser Information kann jeder für sich selbst die umstrittene Frage beantworten, ob Pommes Frites und Österreichische Hausmannskost zusammen gehören oder nicht.
Aber zurück zum Fußball:

Überregional besteht die größte Rivalität des Club Brugge zum RSC Anderlecht, dem Verein aus Brüssel, der den belgischen Fußball seit über 70 Jahren dominiert. Brugge hat zwar mittlerweile beeindruckende 15 Meistertitel gewonnen, tauchte allerdings erst später im Kreis der Spitzenklubs auf.
 
Wie sie wurden was sie sind
 
Die erste erfolgreiche Phase des Club Brugge hat einen starken Österreich-Bezug. Verantwortlich dafür zeichnet nämlich niemand geringerer als Ernst Happel, der Brugge in den 70er Jahren als Trainer bis ins Finale des Meistercups und des UEFA-Cups geführt hat.
In den darauf folgenden Jahrzehnten hatte Brugge immer wieder erfolgreichere Phasen, zuletzt mit mehreren Teilnahmen an der Champions League im neuen Jahrtausend. Dadurch etablierte man sich als Sprungbrett für hungrige Jungtalente aus der ganzen Welt, die sich für Klubs in den europäischen Topligen empfehlen wollen.
 
Die letzte Begegnung gegen einen östereichischen Verein fand erst im Februar dieses Jahres statt. Gegner war die lokale Fussballsektion der Marketingabteilung des RedBull Konzerns. Nach einem 2:1 Sieg im Hinspiel wurde Brugge im Rückspiel noch mit einem 4:0 eliminiert. Die Startaufstellung allerdings ist mit der damaligen nicht mehr vergleichbar.
 
Zu Beginn der Saison wurde der langjährige Coach Ivan Leko, der 2018 den Meistertitel und die Teilnahme an der Champions League Gruppenphase erreichte, durch Philippe Clement ersetzt, der schon als Spieler eine Vereinslegende des Club Brugge war.
Das Spielsystem ist heute ein anderes und 6 von 11 Spielern von damals sind heute nicht mehr in der Stammelf. Wir können also aus der damaligen Partie gegen Salzburg keine Rückschlüsse für unser Playoff ziehen.
 
Wer jetzt ihre Spieler sind
 
Wie bereits angedeutet hat Brugge eine hungrige Mannschaft mit jungen Talenten aus der ganzen Welt. Am auffälligsten ist dies in der Offensive, wo zu Beginn der Saison Arnaut Danjuma den Sprung in die Premier League geschafft hat und umgehend durch den Neuzugang Percy Tau ersetzt wurde.Tau gehört eigentlich dem englischen Erstligisten Brighton and Hove Albion, wird aber verliehen, um Spielpraxis zu sammeln. Zuletzt spielte er in der belgischen 2. Liga und jetzt macht er den nächsten Schritt als Stammspieler auf der rechten Außenbahn von Brugge.
 
Seine Sturmpartner sind die 21jährigen Nigerianer Emmanuel Dennis und David Okereke.
Okereke kommt neu von Spezia Calcio aus der Serie B.  Dennis ist bereits länger im Verein und spielt im U21 Nationalteam von Nigeria.
 
Als verlässliche Alternative im Sturm ist auch Siebe Schrijvers mit von der Partie, der letzte Saison noch einen Stammplatz hatte, diesen aber derzeit an Neuzugang Okereke abgeben muss.
Das Mittelfeld ist der routinierteste Teil der Mannschaft. Mit dem erfahrenen Kapitän Ruud Vormer und dem eher offensiv ausgerichteten Hans Vanaken harmonieren hier zwei Spieler, die seit fünf Jahren beim Verein sind und immer einen Stammplatz hatten. Sie kann man wohl ohne Übertreibung als das „Hirn“ der Mannschaft bezeichnen. Vervollständigt wird das Dreier-Mittelfeld von dem eher defensiven Mats Rits, der vor einem Jahr von KV Mechelen gekommen ist.
 
In der Innenverteidigung fällt vor allem die Größe der Spieler auf. Meist spielen zwei aus dem Trio Simon Deli, Matej Mitrovic und Brandon Mechele, wobei der kleinste der drei, Mitrovic, ganze 187cm misst und Deli mit 192cm der „Turm“ im Abwehrzentrum ist. Derzeit ist er allerdings verletzt. Ein Schicksal, das ihm auch schon letzte Saison zu schaffen machte und ihn seinen Stammplatz bei Slavia Prag gekostet hat.
Auf den Außenbahnen verteidigen Clinton Mata und Eduard Sobol. Sobol ist Ukrainer, der eigentlich Schachtar Donezk gehört und seit 5 Jahren an verschiedene Vereine verliehen wird, um Spielpraxis zu sammeln. Letzte Saison war er in Tschechien für den FK Jablonec tätig.

Mata ist seit einem Jahr beim Verein und war früher Nationalspieler von Angola, hat sich allerdings letzte Saison zwei Mal für längere Zeit verletzt.
Zum Schluss die Torhüter-Position: Hier hat Brugge einen für einen Ausbildungsverein eher untypischen Transfer getätigt und hat den erfahrenen Simon Mignolet vom FC Liverpool geholt. Er blickt auf mehrere Jahre als Stammspieler in der Premier League zurück, bevor ihm vor eineinhalb Jahren der glorreiche Loris Karius vorgesetzt wurde. Nun kehrt er in sein Heimatland zurück, wohl um bei Brugge der derzeit etwas zusammen gewürfelten Defensive die nötige Sicherheit zu vermitteln.
 
Fazit
 
Die Mannschaft des Club Brugge geht mit großer Motivation an die Sache. Trotz neuem Trainer und Umstellung des Systems sind sie sehr erfolgreich in die Saison gestartet. Die erfolgshungrige Offensive ist nicht nur sehr kampfstark sondern hat auch schon bei Kontern und Standards gezeigt, dass sie äußerst torgefährlich ist. Eine große Herausforderung für die bewährten Innenverteidiger des LASK.
Die Defensive spielt noch nicht lange in dieser Zusammensetzung, hat aber mit Torhüter Mignolet einen sehr erfahrenen Rückhalt und punktet mit körperlicher Präsenz durch schiere Größe. Daher ist zu erwarten, dass Flanken eher weniger Erfolg versprechen. Glücklicherweise hat der LASK mit Goiginger und Tetteh wendige Dribbler auf den Flügeln, die immer wieder schnell vorstoßen können und mit Klauss einen robusten Sturmtank, der seine ganze Wuchtigkeit einsetzen muss um sich gegen die Hünen von Brugge durchzusetzen.
 
Da beide Teams eine ähnliche Spielweise praktizieren, wird das Spiel wohl noch einmal schwieriger als gegen Basel und hauptsächlich durch die körperliche Verfassung entschieden. Ausdauer und Robustheit werden hier die wichtigsten Eigenschaften. Das kann durchaus ein Vorteil für den LASK sein. Brugge-Trainer Clement hat nämlich im letzten Meisterschaftsspiel gegen den Tabellennachzügler KAS Eupen nur sehr wenig rotiert und trotzdem nur ein Unentschieden geschafft. Die Spieler haben also schon nach der anstrengenden Partie in Kiew klar unter ihren Möglichkeiten gespielt und müssen jetzt gleich wieder gegen einen motivierten und gefährlichen Gegner ran.
Beim LASK haben hingegen fast alle Stammspieler gegen Wattens pausiert und gehen frisch und munter ans Werk.

Dann kommt noch hinzu, dass Clement vor dem Spiel gegen Dynamo viel mehr Spieler geschont hat als vor dem Spiel in Linz. Möglicherweise unterschätzt Brugge den LASK, was natürlich auch kein Nachteil wäre.
Alles in allem ist Brugge sicher noch gefährlicher als Basel, aber mit einem konzentrierten, unermüdlichen und selbstbewussten Auftreten ist auch im Playoff ein Erfolg möglich.
Freuen wir uns also auf ein spannendes, einmaliges Erlebnis auf der Gugl, genießen wir die Champions League Hymne und peitschen wir unsere Jungs von den Rängen aus nach vorne! Und vielleicht können wir dann in ein paar Jahren neidischen Zuhörern erzählen, dass wir auf der Gugl dabei waren als der LASK den Grundstein gelegt hat für den Einzug in die Gruppenphase der UEFA Champions League!

„Sali Zämme!“ oder „Basel gegen LASK – Tradition und Kollektiv in der Liga der Champions“

Ein echter fußballerischer Leckerbissen wartet in der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League auf den LASK:
 
Mit dem FC Basel geht es gegen den zweiterfolgreichsten Fußballklub unserer Lieblingsnachbarn aus West-Vorarlberg. Nicht nur die gemeinsame Sprache (ja, auch DAS ist offiziell Deutsch!) und die Frage, wer jetzt die Könige der Berge sind und wer eher die Schluchtensch….., verleiht der Begegnung einen gewissen Derbycharakter.
 
Eine Begegnung mit Brisanz
 
Auch das bekannte Naheverhältnis etlicher LASKler zu Fans des BSC Young Boys gewährleistet fantechnische Brisanz. Sind es doch ausgerechnet die Young Boys, die dem FC Basel nach acht aufeinander folgenden Meistertiteln den Rang an der Spitze des Schweizer Fußballs erfolgreich abgelaufen haben. Außerdem haben sich die Young Boys damals ihren Namen aus Bewunderung für die Old Boys Basel gegeben, einem direkten Lokalrivalen des FCB!
 
Gegründet wurde der FC Basel im Jahr 1893 und damit ist er älter als der älteste Fußballverein in Österreich, der erst ein Jahr später entstand. Seinem Alter, seinen Erfolgen und seiner Mitgliederzahl entsprechend ist der FCB selbstverständlich ein echter Traditionsverein, was er auch mit dem LASK gemeinsam hat. Die ca. 10.000 Personen umfassende Fanszene (Quelle Wikipedia) steht im St. Jakob Park in der sogenannten „Muttenzerkurve“.
 
Auch in der Kaderpolitik spielt Tradition seit kurzem wieder eine größere Rolle. Vor zwei Jahren wurde nämlich beschlossen, künftig wieder hauptsächlich Eigenbauspieler und Jungtalente heraus zu bringen. Diese Entscheidung dürfte auch gleichzeitig die Kündigung des Abonnements auf den Meistertitel bedeutet haben, denn seither sind die Young Boys an der Spitze zu finden.
 
FC Basel aktuell
 
Basel allerdings klar auf dem zweiten Platz, mit gehörigem Abstand auf den Rest der Liga. Trotzdem dürfte dort ein Anspruchsdenken herrschen, wie es wir Österreicher nur aus dem Westen unserer Bundeshauptstadt kennen. Weil man mit den ganzen Jungspunden im Vorjahr nicht sofort Meister wurde, sollte Trainer Marcel Koller gefeuert werden ohne überhaupt mal eine ganze Saison lang die Chance bekommen zu haben. Erst nachdem die Kündigung schon ausgesprochen und Koller am zusammenpacken war, wurde dann doch lieber Sportdirektor Marco Streller gestanzt und Koller durfte bleiben.
 
Was zunächst ein chaotisches und planloses Bild des FCB abgab dürfte dem LASK die Aufgabe nicht gerade erleichtern. Erstens ist Marcel Koller ein profunder Kenner des Österreichischen Fußballs seit er unser Nationalteam sechs Jahre lang betreuen und sogar zur EM 2016 führen durfte. Zweitens müssen gerade wir LASKler wissen, wie wichtig es ist, einem Trainer mit seiner Mannschaft Zeit zu geben um zusammen zu wachsen und sich gemeinsam zu steigern. Für den Weg der Jugend, den der FCB jetzt gehen will, sicher eine gute Entscheidung!
 
Überhebliche Aussagen wie von einigen Schweizer Medien würden unserem Ex-Teamchef sicher nie über die Lippen kommen. Schon in Österreich hat er von der Mannschaft immer verlangt, auch vermeintlich kleine Gegner ernst zu nehmen und immer alles zu geben.Außerdem liegt der Schwerpunkt klar auf dem Weiterkommen im Europapokal, da in der Meisterschaft extra Spieler geschont wurden um gegen PSV fit zu sein.
 
Die Gegner auf dem Spielfeld
 
In der Schweiz ist schon ein Spieltag mehr gespielt, dafür ist der Cup noch nicht gestartet. Basel hat also um genau die zwei Quali-Partien mehr in den Füßen als der LASK. Die Mannschaft besteht wie bereits berichtet hauptsächlich aus Eigenbauspielern. Beispiele, die in dieser Saison bereits in der Startelf waren sind: Eray Cömert (Innenerteidigung), Raoul Peretta, Taulant Xhaka (beide Außenverteidigung), Samuele Campo (offensives Mittelfeld), Albian Ajeti (Mittelstürmer) und Noah Okafor (Außenbahn). Okafor ist mit 19 Jahren der derzeit wertvollste Spieler des Vereins (8 Mio Euro).Stützen der Mannschaft sind die beiden routinierten Baseler Urgesteine Fabian Frei und Kapitän Valentin Stocker, beide im Mittelfeld, Stocker eher auf der Außenbahn, Frei eher defensiv zentral eingesetzt.
 
Auch die meisten anderen Spieler sind schon mehrere Jahre beim Verein, was eine eingespielte Truppe erwarten lässt.
 
Der „Globetrotter“ im Team ist der Niederländer Ricky Van Wolfswinkel, der mit Vitesse Arnheim, FC Utrecht, Sporting Lissabon, Norwich City, AS Saint-Etienne und Betis Sevilla mehr Vereine auf der Visitenkarte stehen hat als alle anderen Baseler. Er ist jetzt seit zwei Jahren im Verein, was ungefähr seiner durchschnittlichen Aufenthaltsdauer bei einem Fußballklub entspricht.
 
Aktuell ist der Stürmer Kemal Ademi verletzt, was natürlich ein Vorteil für den LASK sein könnte. Auch wenn Ademi heuer erst einmal in der Startelf war und der Platz in der Sturmspitze meist an Albian Ajedti vergeben ist. Immerhin sind erst zwei Tage vor dem Hinspiel Transfergerüchte aufgetaucht, die Ajeti mit West Ham United in Verbindung bringen und zusätzlich ist er laut Aussage von Marcel Koller derzeit nicht ganz fit.
 
Natürlich wissen wir, dass solche Aussagen vor einem wichtigen Spiel immer auch Bluffs sein können, aber hin und wieder ist halt doch mal was dran. Da hilft wohl nur abwarten. Immerhin war Ajeti auch schon im letzten Meisterschaftsspiel gegen FC Thun nicht dabei. Bei diesem Spiel wurde dann Van Wolfswinkel in die Sturmspitze vorgezogen.
 
Fazit
 
Der Verbleib von Koller beim Verein ist sicher gut für die Eingespieltheit der Mannschaft. Bei so vielen jungen Spielern führt der Weg zum Erfolg über das Kollektiv. Da auch der LASK über das Kollektiv zum Erfolg kommt, können wir sicher einen offenen Schlagabtausch erwarten in dem sich beide Teams auf ihre Stärken besinnen. Beim FC Basel jedenfalls scheinen diese klar in der Offensive zu liegen. Mit einem Torverhältnis von 8:5 nach 3 Spielen in der Schweizer Super League ist es eher die Defensive die hin und wieder vor allem bei Standards ein wenig schwächelt.
 
Es wäre daher von großem Vorteil, wenn Ajeti tatsächlich ausfällt und auch die Verletzung von Ademi macht es ein wenig leichter. Wir wünschen ihnen natürlich trotzdem Baldige Genesung unmittelbar nach dem Rückspiel!
Gefährlich dürfte Basel auch vor allem über Stocker auf der linken Seite sein. Hier muss unsere rechte Flanke mit dem designierten Rekordsteirer vom LASK, Reinhold Ranftl, besonders aufpassen!
 
Insgesamt ist Basel klarer Favorit, aber der LASK hat den Trainerwechsel anscheinend bisher gut verkraftet und die bisherigen Spiele sehr erfolgreich über die Bühne gebracht. Gerade mit den Standards, mit denen der LASK schon einige Tore gemacht hat, tut sich die Baseler Defensive hin und wieder schwer. Wichtig wird sein, im Kollektiv gut dagegen zu halten, möglichst wenig zuzulassen und vorne irgendwie ein Auswärtstor reinzubringen und sei es durch einen Freistoßtrick in der letzten Spielsekunde. Dann ist beim Rückspiel auf der Gugl alles drin!

 

Transfersommer beginnt sensationell

 

Eine Torhüter-Investition in die Zukunft, ein Flügelflitzer in Topform, ein alter Bekannter und ein „verrückter Hund“ lassen auf eine abwechslungsreiche erste Bundesligasaison hoffen

Kaum ist der Schlusspfiff der Bundesliga-Saison 2016/17 ertönt, vermeldet der Linzer ASK bereits die ersten Transfers. Zeit für einen kleinen Überblick über unsere drei Neuzugänge:

Alexander Schlager

Der 21jährige ist einer der besten Torhüter seines Jahrgangs. Er durchlief die Nachwuchsmannschaften der Red Bull Akademie in seiner Heimatstadt Salzburg und hat sich auch in den Jugend-Nationalteams immer durchgesetzt. Dies brachte ihn zur Teilnahme an bereits drei Großereignissen: Der U17 EM und WM 2013 sowie der U19 EM 2015.

Mit 16 Jahren debütierte er für die Red Bull Juniors in der Regionalliga West. In der U18 von Salzburg war er Mannschaftskapitän und wurde für ein Jahr an die U19 von RB Leipzig verliehen, wo er sich sofort als Stammspieler etablierte.

Nach seiner Rückkehr nach Salzburg wurde Schlager weiter verliehen. Zunächst zu seiner ersten Bundesliga-Station, dem SV Grödig. Dort absolvierte er zehn Partien und spielte sieben Mal für die Amateure in der Salzburger Landesliga. Nach dem Abstieg des SV Grödig wechselte Schlager nach Wien zum Floridsdorfer AC, wo er sich einen Stammplatz erarbeiten konnte.

Erfolgsgeheimnisse von Alexander Schlager sind übrigens Bücher lesen und Kaugummi kauen. Lesen vor dem Spiel hilft ihm, sich besser zu konzentrieren und aller guten Kaugummis sind drei: Einer in der Kabine, einer beim Aufwärmen und einer während dem Spiel.

Ein äußerst talentierter junger Mann also, der uns in Zukunft verstärken wird.
Trotzdem wird für den Anfang kein Weg an Pavao Pervan vorbei führen. Schlagers Verpflichtung für drei Jahre kann aber als vielversprechende Investition in die Zukunft gesehen werden – und als Indiz dafür, dass für Filip Dmitrovic wohl auch in dieser Transferzeit nach einem Abnehmer gesucht wird.

Thomas Goiginger

Seine Position ist auf der Außenbahn im Mittelfeld, meist auf der rechten Seite, er kann aber auch links spielen.

Seine Jugend verbrachte er beim Verein seiner Heimatgemeinde Köstendorf. Erste Station im Erwachsenenfußball war der USC Eugendorf (Regionalliga West), wo er mit 17 Jahren von Beginn an einen Stammplatz hatte. Nach nur einem Jahr in Eugendorf wechselte Goiginger nach OÖ zur Union Vöcklamarkt, kam dort aber immer nur zu Kurzeinsätzen. Daher folgte schon in der Winterpause die Rückkehr ins Salzburger Seengebiet, diesmal zum TSV Neumarkt am Wallersee.
Dort konnte er an seine früheren Leistungen anknüpfen und hatte durchgehend einen Stammplatz in der Startaufstellung.

2014 war die Zeit reif für den Schritt in den Profifußball. Direkt in die Bundesliga ging es zum SV Grödig. Im ersten Jahr reichte es für einige Kurzeinsätze und zehn Partien für die Amateure. Auch im zweiten Jahr hatte Goiginger keinen Stammplatz, dafür kam es zu gemeinsamen Auftritten mit unserem neuen Torwarttalent Alexander Schlager.

Nach dem Abstieg von Grödig in die Regionalliga wechselte Goiginger nach Linz. Allerdings vorerst nur zum kleineren der beiden Vereine.
Er hatte die ganze Saison über einen Stammplatz und war maßgeblich für den Aufschwung verantwortlich, der seinem Klub im Frühjahr vergönnt war. Dabei konnte er acht Tore erzielen und wurde ins Team der Saison gewählt. Im letzten Derby auf der Gugl hat er Markus Blutsch den Treffer zum 1:0 gegen den LASK aufgelegt.
Dieser Fauxpas sei ihm verziehen, weil er definitv eine Bereicherung für das Spiel des einzigen oberösterreichischen Bundesligisten sein wird. Außer dem LASK haben nämlich noch einige andere Vereine seine Fähigkeiten bemerkt und so gab es auch Interesse von St. Pölten, Admira, Mattersburg, aber auch aus der deutschen dritten Liga.

Dass Thomas Goiginger nicht nur sportlich eine Verstärkung sein wird, zeigt die Tatsache, dass er für die Arbeit in seinem Zivildienst extra ausgezeichnet wurde. Und zwar für Genauigkeit, Diskretion und Auffassungsgabe.

Damit sollte er ein Konkurrent auf Augenhöhe für Riemann und Kerhe sein.

Gernot Trauner

Der gebürtige Linzer Gernot Trauner ist beim LASK ein alter Bekannter. Er absolvierte seine Jugendkarriere in der Fußballakademie Linz und debütierte vier Tage nach seinem 18. Geburtstag bei den Amateuren, wo er sofort zum Stammspieler wurde. In dieser Zeit erreichte er auch die Teilnahme an der U19 EM 2010.

Seine erste Saison in der Kampfmannschaft des LASK verlief leider durchwachsen. Bei seinen Kurzeinsätzen zeigte er immer wieder gute Leistungen, wurde aber im Frühjahr von einer schweren Hüftverletzung zurückgeworfen, die ihn ein ganzes Jahr zum Stillstand zwang.

Aus dieser Zeit stammt ein Interview von seit1908.at mit Gernot, an das wir noch einmal erinnern wollen: http://www.seit1908.at/news1/interviews/item/335-im-gespr%C3%A4ch-mit-gernot-trauner

Bis zum Zwangsabstieg des LASK in die Regionalliga konnte er kein Spiel mehr absolvieren. Danach führte ihn sein Weg zur SV Ried, wo er sich mit guten Leistungen einen Stammplatz erspielte.
Erst in der Saison 2014/15 blieb er die ganze Saison über gesund. 2015/16 zog er sich leider gegen Ende der Saison einen Kreuzbandriss zu, weshalb er auch vorige Saison nur in zehn Bundesligaspielen auf dem Platz stand.

Mittlerweile ist er wieder fit und kann den LASK auf seinen angestammten Positionen im defensiven zentralen Mittelfeld und in der Innenverteidigung auf jeden Fall gut verstärken. Gernot Trauner wird wohl auch beim LASK Stammgast in der Startelf sein. Bei seinem ersten Verein, dem Verein seiner Heimatstadt, der endlich wieder auf einem Niveau spielt, für das man auch Angebote von Rapid und Sturm ablehnen kann.

Emanuel Pogatetz

Diesen Spieler muss man eigentlich niemandem vorstellen. Ein regelrechter Sensationstransfer, der dem LASK da gelungen ist.
Pogatetz spielt hauptsächlich in der Innenverteidigung, kann aber auch links in der Viererkette einspringen.
Die erste Profistation des gebürtigen Grazers, der bei Sturm das kicken gelernt hat, war der FC Kärnten. Mit 17 Jahren Stammspieler, gelang ihm im ersten Jahr der Aufstieg in die Bundesliga und in der selben Saison auch der Cup- und Supercupsieg.

In der Bundesliga spielte er aber vorerst noch nicht, da ihn Bayer Leverkusen unter Vertrag nahm und nach einem Jahr, in dem er fast nur bei den Amateuren spielte, weiterverlieh. Ziel war zunächst der FC Aarau. Nach dem Abstieg aus der Schweizer Nationalliga A ging es auf Leihbasis weiter zum GAK. Mit diesem erreichte Pogatetz das Double und konnte im Jahr darauf international auf sich aufmerksam machen.


Nach dem Ausscheiden aus der Champions League Qualifikation gegen den FC Liverpool, mit legendärem 1:0-Sieg auf der Insel, überstand der GAK die UEFA Cup Gruppenphase und schied im Sechzehntelfinale gegen FC Middlesbrough aus. Ein Auftritt, der ihm noch wichtige Türen öffnen sollte.

Kurz nach dem Ausscheiden wurde Pogatetz für den Rest der Saison an Spartak Moskau weiter verliehen, wo er noch russischer Vizemeister werden konnte.
Bei all diesen Stationen war Pogatetz Stammspieler.

Nach Saisonende wechselte er zum FC Middlesbrough, den er wohl mit seinen UEFA-Cup Auftritten in England beeindruckt hatte. Bei diesem Verein sollte er in seiner Karriere die meiste Zeit verbringen. Gleich im ersten Jahr wurde das UEFA-Cup Finale erreicht, ging allerdings gegen Sevilla verloren.
In seiner Zeit bei Middlesbrough erarbeitete sich Pogatetz den Spitznamen „Mad Dog“ aufgrund seiner sehr harten Spielweise, die sogar englischen Schiedsrichtern manchmal zu weit ging.

2009 stieg Pogatetz mit Middlesbrough in die zweite Liga ab, hielt dem Verein aber noch ein Jahr die Treue bevor er in die deutsche Bundesliga zu Hannover 96 wechselte.

Wieder gelang die Qualifikation für die Europa League, in der das Viertelfinale erreicht wurde. Seinem Ruf als „Mad Dog“ wurde er erneut gerecht, als er vom deutschen Sportgericht wegen eines Faustschlags gegen einen Gegenspieler nachträglich gesperrt wurde.

Weitere Stationen waren der VfL Wolfsburg, West Ham United, der 1.FC Nürnberg und ein Ausflug in die USA zu Columbus Crew. Das letzte halbe Jahr verbrachte Pogatetz in der zweiten deutschen Bundesliga bei Union Berlin.

Zwischen 2002 und 2014 absolvierte Pogatetz 61 Spiele für die österreichische Nationalmannschaft. Vorübergehend wurde er von Josef Hickersberger wegen öffentlicher Kritik aus dem Team ausgeschlossen, durfte aber an der Europameisterschaft 2008 teilnehmen. Unter Dietmar Constantini war Pogatetz sogar ein Jahr lang Kapitän der Nationalmannschaft.

Mit Emanuel Pogatetz kommt ein sehr erfahrener Spieler, der immer mit vollem Einsatz dabei ist. Er kann der Mannschaft auf jeden Fall mit seiner Erfahrung weiterhelfen und vor allem sorgt er für mehr Auswahl in der Innenverteidigung. Da der LASK mit Christian Ramsebner auch über einen zweiten motivierten Innenverteidiger mit harter Spielweise verfügt, gibt es endlich gleichartigen Ersatz, sollte einer der beiden gesperrt oder verletzt sein.

Auch wenn Pogatetz noch keine Minute für den LASK gespielt hat und natürlich die Wahrheit immer auf dem Platz liegt, so tut es doch gut, dass der LASK für solche Namen wieder interessant geworden ist und auch Spieler mit derart schillernden Karrieren wieder gerne nach Linz kommen.

Im Vorbeigehen freundlich grüßen - Begegnungen des LASK mit St. Pölten

Unser nächster Gegner, SKN St. Pölten, existiert in dieser Form erst seit dem Jahr 2000 und diese Saison ist erst die dritte in der man sich in der selben Liga begegnet. Trotzdem hat der LASK schon öfter gegen den SKN gespielt als gegen alle seine Vorgängerklubs zusammen. Dies liegt zum einen daran, dass die Saison in den Jahren in denen die meisten Duelle möglich gewesen wären nach dem Herbstdurchgang in drei Playoffs aufgeteilt wurde, also nicht alle Vereine aus der selben Liga auch im Frühjahr gegeneinander spielten.

Das Playoff-System

Erste und zweite Division hatten damals je 12 Teams die im Herbst je einmal auswärts und einmal daheim gegeneinander spielten. Nach diesen 22 Spielen folgte die Winterpause. Im Frühjahr spielten dann die besten 8 aus der 1. Division um den Meistertitel und die schlechtesten 8 aus der 2. Division gegen den Abstieg in die Regionalligen. Diese beiden Gruppen durften ihre Punkte aus der Herbstsaison mitnehmen (auch wenn sie in den späteren Jahren halbiert wurden). Dazwischen gab es das mittlere Playoff in dem die schlechtesten 4 der 1. Division und die besten 4 der 2. Division gegeneinander spielten. Diese Teams starteten mit 0 Punkten ins Frühjahr und die besseren 4 spielten in der Saison darauf in der 1. Division, die schlechteren 4 in der 2. Division. Es gab also in jeder Saison zwischen 0 und 4 Auf- bzw. Absteiger.

Gegen die Vorgänger

Dies führte natürlich zu einer größeren Fluktuation in der Zusammensetzung der Ligen wovon auch der LASK und St. Pölten betroffen waren. Die beiden Mannschaften spielten nämlich so gut wie nie in der selben Liga und kannten sich mehr oder weniger nur vom „vorbeigehen“ auf dem Weg in eine andere Liga. Den ersten Ausflug nach St. Pölten machte der LASK im Cup Achtelfinale 1962. Damals konnte gegen einen Vorgänger des heutigen SKN 6:3 gewonnen werden. Das nächste Aufeinandertreffen folgte erst im mittleren Playoff im Frühjahr 1988. Beide Meisterschaftspartien gegen VSE St. Pölten gingen damals unentschieden aus. Im Cup konnte der LASK jedoch einen Auswärtssieg nach Verlängerung einfahren. Insgesamt gab es danach nur mehr 6 Spiele gegen VSE. Der LASK holte dabei nur noch 2 Punkte und gewann kein einziges Spiel.

Das letzte Duell ging in Linz mit 0:3 verloren. Einen wichtigen „Sieg“ abseits des grünen Rasens war dem LASK jedoch im Jahr 1999 vergönnt. Der damals schon zum FC Niederösterreich umfunktionierte Klub aus St. Pölten ließ sich auf einen angeblichen Investor ein, der dem Klub Milliarden von Schilling und ein neues Stadion versprach. Nachdem der FCN alle Verträge unterschrieben hatte und begonnen hatte das Geld auszugeben stellte sich besagter Investor als Betrüger heraus und der Verein stand vor dem finanziellen Ende. Derselbe Betrüger hatte kurz zuvor dem LASK das selbe Angebot gemacht. Dieser war trotz der Existenzsorgen am Höhepunkt des Rieger-Skandals nicht darauf eingegangen. Ansonsten hätte der FCN wohl weiter existiert während es mit dem LASK aus gewesen wäre.

Die Bilanz gegen den SKN

IMG 7765Der Nachfolgeverein des FCN, der heutige SKN St. Pölten kehrte 2008 in den Profifußball zurück. Seither gab es 11 Duelle gegen den LASK. Der SKN erwies sich durchwegs als sehr freundlicher Gast und brachte fast immer Punkte mit. Von den Heimspielen in der Meisterschaft hat der LASK kein einziges verloren. Nur ein 0:0 und die verlorene 2. Cuprunde 2013 trüben die Bilanz. Überhaupt hat sich auffällig oft die Heimmannschaft durchgesetzt, wenn die Punkte nicht geteilt wurden. Das 1:0 im letzten Frühjahr war überhaupt der erste Meisterschaftssieg des LASK in St. Pölten. In 9 von 10 Begegnungen mit dem SKN betrug der Unterschied in Toren nicht mehr als ein einziges und auch heuer konnten beide Begegnungen im Herbst mit 1:0 von der Heimmannschaft gewonnen werden. Ein knappes und spannendes Spiel ist auch diesmal zu erwarten. Also gehen wir am Freitag ins Stadion und feuern wir unser Team an, damit sich auch dieses Mal die Heimmannschaft durchsetzt.

Die Daxbacher-Trilogie

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Karl Daxbacher wieder beim LASK! Diesmal als Gegner im Aufstiegskampf. Eine Legende unseres Vereins kehrt zurück, nur dass wir ihm dieses eine Mal keinen Erfolg wünschen können. Ein Duell das an Bedeutungsschwere und Brisanz kaum zu überbieten ist, wenn man sich die gemeinsame Geschichte des LASK und Karl Daxbachers einmal genauer anschaut. Und genau das wollen wir heute in Form einer kurzen Betrachtung in drei Teilen tun.

"Wir fühlten uns an Salzburg gegen Basel erinnert."

Zwei Tage vor dem Spiel gegen Austria Klagenfurt warfen Oliver Glasner und Pavao Pervan bei einer PK in Pasching einen Blick zurück nach Tirol und einen nach vorne, zur schweren Partie am Freitag im Waldstadion.
 
Rückblick auf das Spiel gegen Innsbruck:
 
Es war ein sehr aufregendes Spiel, wegen dem späten Ausgleich. Auch mit ein paar Tagen Distanz sieht er es als ein sehr gutes Spiel des LASK in dem dieser die klar bessere Mannschaft war. Auch wegen der angespannten  Personalsituation stimmt ihn die Leistung sehr zufrieden. Auch die Spieler waren nach dem Ausgleich alle sehr erleichtert.
Gartler und Huspek waren nach dem Spiel angeschlagen, konnten heute, Mittwoch aber wieder problemlos mittrainieren und sind gegen Klagenfurt aller Voraussicht nach einsatzfähig.
Laut Pervan wollte die Mannschaft den Sieg in der Nachspielzeit unbedingt noch schaffen. Dies wäre auch verdient gewesen, der LASK ist aber moralischer Sieger.
Zu den Vorfällen im Fansektor mit anschließender Spielunterbrechung in der 10. Minute:
 
Der LASK distanziert sich klar von den Vorfällen, sagt aber auch, dass die Probleme nur von einigen wenigen Personen verursacht wurden. Der Verein rechnet mit einer hohen Strafe und auch für die Verursacher wird es Konsequenzen geben. Die Auswertung der Bilder anhand derer die Verursacher identifiziert werden sollen läuft aber noch und es gibt noch keine konkreten Informationen dazu.
 
Die Situation aus der Sicht von Pavao Pervan:

Pervan hat zunächst versucht, sich nicht ablenken zu lassen und wollte so schnell wie möglich weiter spielen. Auf Initiative des Schiedsrichters hat er dann versucht, zu vermitteln. Er hat den Eindruck, dass sich die Fans der Auswirkungen ihres Handelns nicht bewusst waren und dass sie im Nachhinein selbst wissen, dass es ein Fehler war.
Die 10 Minuten in der Kabine waren schlimm für die Mannschaft, weil der LASK vor der Unterbrechung super im Spiel war und Erinnerungen an das Europa League Spiel von Salzburg gegen Basel wach wurden, als Salzburg vor der Unterbrechung dominiert hat und danach nicht mehr richtig ins Spiel gekommen ist. Pervan wollte als Mannschaftskapitän alles dafür tun, dass die Spieler fokussiert bleiben und hat sich davon abgesehen keine Gedanken gemacht.
 
Vorschau auf das Spiel gegen Klagenfurt:
 
Das Team freut sich auf das Spiel in Pasching. Dadurch dass hier auch trainiert wird und der Alltag der Mannschaft stattfindet haben sich schon gewisse „Heimatgefühle“ im Waldstadion entwickelt.
Das 2:0 zu Hause gegen Klagenfurt war eine der besten Leistungen in dieser Saison, beim 2:2 in Klagenfurt waren beide Innenverteidiger ausgefallen und der Ausgleich fiel in der Nachspielzeit.
Mit Eler in der Spitze und Rep, Zachhuber und Miesenböck dahinter ist Klagenfurt offensiv gefährlich und hat eine ähnliche Konstellation wie Innsbruck.
 
Im Spiel wird es wichtig sein, schnell zwischen Defensive und Offensive umzuschalten, viele „zweite Bälle“ zu ergattern, Konter im Keim zu ersticken und Gegenangriffe abzuwehren.
Körperlich ist die Mannschaft in Topform. Mit der selben Aggressivität und Laufbereitschaft wie in Innsbruck ist Glasner zuversichtlich für einen Sieg.
 
Die Aufstellung für Freitag ist noch offen. Wichtig ist, dass nur Spieler aufgeboten werden die wirklich fit sind, da ansonsten die Verletzungsgefahr zu groß wäre. Glasner ist überhaupt der Meinung, verletzten Spielern eher einen Tag mehr zum auskurieren zu geben als einen zu wenig. Verteidiger Stefan Hager hat sich leider beim Derby der Amateure im Donaupark eine Verletzung zugezogen und fällt gegen Klagenfurt aus.
 
Hinweise zu Spielorten und Anreise im Frühjahr 2016
 
Das Spiel am Freitag findet im Waldstadion Pasching statt.
 
Um langwieriges Parkplatzsuchen und lange Wartezeiten zu vermeiden werden die Zuseher gebeten, die Karten möglichst im Vorverkauf zu besorgen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen oder die Parkplätze der in Gehweite gelegenen PlusCity zu nutzen.
 
Vorverkaufskarten gibt es in allen Ö-Ticket Verkaufsstellen (Trafiken, Raiffeisenbank, Libro, Saturn, Mediamarkt etc.) um 2 Euro billiger.
Dies gilt auch für die weiteren Spiele im Waldstadion die da wären:
 
Am 1.04. gegen SKN St. Pölten,
am 12.04. gegen FC Liefering und
am 22.04. gegen SC Wiener Neustadt
 
Foto: Copyright LASK

Die Neuen im Portrait

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Richtig munter drehte sich das schwarzweisse Transferkarussell in diesem Winter. Beim LASK gingen 5 Spieler (Thomas Fröschl (Ried), Almoez Abdulla (Lonesa), Assim Madibo (Lonesa), Felipe Dorta (Leihe nach Salzburg) und Sebastian Schröger (St.Martin/M.)und es kamen folgende 3 Spieler (zusätzlich zu den Spielern die von der SPG raufgezogen wurden) auf die  wir jetzt einen genaueren Blick werfen werden. 
 

Manuel Kerhe - Universaltalent auf der rechten Seite

Der 28jährige Kärntner aus St. Veit an der Glan begann seine Karriere in der Jugend des SK Treibach. Im Sommer 2007 wurde er an den SV Bad Aussee in die Erste Liga verliehen, als der Verein gerade seine einzige Saison im Profifussball spielte. Einer seiner Teamkollegen war damals ein gewisser Daniel Kogler (der damals sogar eine Wohnung mit Kerhe teilte), der unseren LASK gerade erst, nach 5 Jahren und Auftritten in drei verschiedenen Ligen, verlassen musste. Bei seinem Debüt traf er zum 2:2 Ausgleich beim 3:2 Auswärtssieg gegen den SC Schwanenstadt.

Trotzdem kam Manuel unter Trainer Heinz Thonhofer nur zu 4 Einsätzen über die kompletten 90 Minuten, wurde aber in einigen Spielen eingewechselt.
Nachdem Thonhofer 7 Runden vor Schluss bei einem Rückstand von 14 Punkten auf den rettenden 9.Platz durch Ivo Gölz abgelöst wurde, kam Kerhe in jedem Spiel von Beginn an zum Einsatz. Dies konnte jedoch nichts mehr am Abstieg des Vereins ändern.
 
Im Jahr darauf wurde Manuel Kerhe erneut in die Erste Liga verliehen, diesmal zum Aufsteiger SV Grödig. Nach 1447 Minuten und 14 Spielen von Beginn an stand der erneute Abstieg aus der Ersten Liga fest.
Die nächste Leihe führte Kerhe in die Regionalliga Mitte zum WAC/St. Andrä, dem Verein, dem er 6 Jahre lang treu bleiben sollte. Nach 21 Auftritten in der Startelf, insgesamt 1687 Spielminuten und 3 Toren (davon eines gegen Ex-Klub Bad Aussee) wartete unser alter Bekannter SC-ESV Parndorf als Relegationsgegner. Dieser wurde unter anderem durch ein Tor von Kerhe besiegt und so konnte unser Neuzugang in der nächsten Saison wieder in einer Profiliga spielen.In den folgenden Jahren unter Trainer Nenad Bjelica etablierte sich Manuel als absoluter Stammspieler im rechten Mittelfeld des Wolfsberger AC und wuchs jedes Jahr mit den größeren Herausforderungen.
 
Gleich im Jahr in der zweithöchsten Spielklasse konnte man den 4. Platz erreichen. Kerhe steuerte dazu ein Tor bei – dieses ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub SV Grödig.
Am Ende der Saison wurde aus dem Leihvertrag ein festes Engagement. Manuel Kerhe verließ seinen Stammverein SK Treibach endgültig in Richtung Wolfsberg und konnte in der darauf folgenden Saison 2011/12 fünf Tore und 11 Assists zum Aufstieg in die Bundesliga beisteuern.
 
In dieser Saison, die uns allen noch wegen des Zwangsabstiegs in bitterer Erinnerung ist, spielte Manuel auch vier Mal gegen den LASK. Seine Bilanz gegen unseren Verein: 2 Siege, 1 Unentschieden und 1 Niederlage.
In seinem ersten Jahr in der Bundesliga musste Manuel auch öfters defensiver spielen und aus dem rechten Mittelfeld in die Verteidigung wechseln. Auch dieses Mal konnte er mit seinem Verein eine für einen Aufsteiger sensationelle Platzierung erreichen. Am Ende der Saison war man fünfter, verlor allerdings Trainer Bjelica an Meister Austria Wien.
Kerhe konnte auch unter dessen Nachfolgern Ex-LASK Spieler Slobodan Grubor und Dietmar Kühbauer seinen Stammplatz behaupten.
In der Saison 2013/14 gelang ihm im Cup-Achtelfinale ein Tor gegen den amtierenden Cupsieger und unseren nunmehrigen Kooperationsklub FC Pasching. So war erst im Viertelfinale gegen Red Bull Salzburg Schluss.

Auch letzte Saison gelang ihm ein wichtiger Treffer im Cup: Dank ihm konnte Rapid Wien konnte eliminiert werden. In der Meisterschaft kam Manuel letztes Jahr zu deutlich weniger Einsätzen als davor, ein großer Erfolg, an dem auch er entscheidenden Anteil hat, ist aber die erstmalige Qualifikation seines Vereins für einen internationalen Bewerb. Als Tabellenfünfter nimmt Wolfsberg dank des Cupsiegs von Meister Salzburg an der Qualifikation für die Europa League teil.
 
Alles in allem ist Manuel Kerhe also ein gestandener Bundesliga Profi, der unser Team sicher exzellent verstärken wird. Möge er auch bei uns mit den Herausforderungen weiter wachsen und sich mit dem LASK die Europacup-Teilnahme verdienen, die ihm durch den jetzigen Wechsel verwehrt bleibt!
 
Foto: Albin Schuster
 
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