Der FC Kitzbühel – ein Fußballklub im mondänen Wintersportdomizil

 

Wer „Kitzbühel“ hört, denkt wohl zuallererst an das legendäre Hahnenkammrennen, an die österreichischen Ski-Fahrer, die auf der Streif zur Legende wurden und vielleicht auch an das alljährliche Promi-Schaulaufen, das sich alle Jahre wieder in der 8000-Seelen-Gemeinde ereignet. Doch inmitten dieses manchmal schon fast albern anmutenden Ski-Zirkus gedeiht seit über 85 Jahren auch der heimische Fußballverein – der FC Kitzbühel. Und da ebendiesem Klub das große Los zuteil wurde und er den glorreichen LASK in der ersten Cup-Runde begrüßen darf, werfen wir einen Blick auf die gelb-grünen Tiroler:

Zwei-Jahres-Gastspiel in der Regionalliga

Lange plagten sich die Kitzbüheler Kicker dem Skisport eigene sportliche Erfolge entgegenzusetzen. Über die Ländergrenzen hinaus war man wohl nur wegen Lukas Hinterseer, dem erfolgreichsten Exportprodukt der Kitzbüheler bekannt. Er spielte von 2001 bis 2008 (wie auch sein Onkel Hansi) in der Jugendabteilung des Vereins. 2014 gelang dem FCK dann aber mit dem Aufstieg in die Regionalliga West erstmals der Sprung in den überregionalen Fußball. Und bereits in der ersten Saison der neu erlangten Drittklassigkeit mischte Kitzbühel im vorderen Mittelfeld der Tabelle mit. Am Ende erreichten die Tiroler den ausgezeichneten fünften Rang und erhofften sich infolgedessen weitere Erfolge in der RLW. Diese Hoffnungen mussten im Laufe der Saison 2015/16 dann aber rasch begraben werden, Kitzbühel befand sich vom ersten bis zum letzten Spieltag in den Abstiegsrängen und musste so sein Gastspiel in der Regionalliga nach nur zwei Jahren wieder beenden.

Direkter Wiederaufstieg

Mit frischem Elan machte sich das Team um Trainer Alexander Markl, der sich hauptberuflich als Sachbearbeiter der Gemeinde Kitzbühel verdingt, in der abgelaufenen Saison daran, so schnell wie möglich die Rückkehr in die dritte Liga zu realisieren. Und ähnlich deutlich wie ein Jahr zuvor der Abstieg, zeichnete sich auch der Wiederaufstieg bereits zu Saisonbeginn ab: Am zweiten Spieltag erklomm Kitzbühel den ersten Platz, um ihn bis zum Schluss nicht wieder abzugeben.

Torjäger verloren, Routinier verpflichtet

Ob sich die Leukentaler diesmal länger in der Regionalliga etablieren können, hängt ganz davon ab, wie gut die Mannschaft den Abgang ihres Toptorschützen Yilgit Baydar (19 Tore) verkraften kann. Baydar zog es zum Ligakonkurrenten SV Wörgl, bei dem er bereits 2015/16 unter Vertrag gestanden hatte. Die prominenteste Neuverpflichtung kommt mit Sicherheit aus der Tiroler Landeshauptstadt – mit Andreas Hölzl konnte ein absoluter Routinier verpflichtet werden, der mit immerhin 255 Bundesliga-Spielen für Wacker Innsbruck und Sturm Graz viele LASK-Spieler in dieser Hinsicht hinter sich lässt. Ob Hölzl im morgigen Duell als rechter Verteidiger oder doch als Offensiv-Kraft im rechten Mittelfeld eingesetzt wird, hängt wohl von der Marschroute ab, die Trainer Markl seinen Mannen mit auf den Weg geben wird.

Die Cup-Statistik spricht für Schwarz-Weiß

Unsere Jungs in Schwarz-Weiß erwartet auf jeden Fall ein heißer Fight gegen einen hochmotivierten Regionalligisten, der allerdings in der Vergangenheit gegen höherklassige Teams im ÖFB-Cup seine Schwierigkeiten hatte – so scheiterte man 2014 mit 0:5 an der Wiener Austria, vor einem Jahr war es dann Blau-Weiß Linz, das die Tiroler mit 1:2 bezwang. In jedem Fall wird es ein spannendes Spiel und für viele LASK-Fans wohl auch ein neuer Ground, trafen die Athletiker doch noch nie auf den FCK – auf nach Kitzbühel!

 

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