3 Tore bei Union Edelweiß

Das Cup-Qualifikationsmatch Union Edelweiß gegen den LASK wurde kurzerhand abgesagt. Die Linzer dürfen gleich in den Hauptbewerb einziehen. Doch trotzdem fand diese Partie - wenn auch nur zu Testzwecken - statt. Am vergangenen Samstag bezwang der LASK Edelweiß mit 3:0. Den Bericht dazu gibts von Zaungast Daniel Payrböck:

Aufstellung 1 HZ:
Pervan, Klapf (20. Stadlbauer), Hieblinger (46. Luckeneder), Popp (46. Barry), Takougnadi (Bachler), Buric, Varga (20. Karatas), Kogler (46. Freudenthaler), Fabio Silva, Mustecic (Stankovic), Templ


Trotz Aprilwetter und € 7.- Eintritt (Vollpreis) fanden sich Samstagabend rund 300 Zuseher auf der Sportanlage Union Edelweiss Linz ein, um
das Aufbauspiel zwischen dem Viertplatzierten der vergangenen Spielzeit in der OÖ-Liga Edelweiß und dem LASK zu verfolgen.
Da blieb aber vorerst so manchem Gast mal kurz die Luft an der Kassa weg. Und sofort starteten auch gleich die Gespräche ob der festgelegten Eintrittspreise des LASK im Cup-Erstrundenmatch gegen Rapid.

Aber bevor ich abschweife, nun zum Spiel.

Das Hauptaugenmerk galt klar den zwei Testpiloten in den Reihen unserer Schwarz-Weissen, Mario Buric (Kroatien, 21 Jahre, defensives Mittelfeld) und Fabio Silva (Portugal, 27 Jahre, offensives Mittelfeld). Selbstverständlich wurde auch Neuzugang Michi Popp besonders auf die Füße geschaut.

Nachdem der Regen nach einer guten Viertelstunde endlich nachgelassen hatte, kamen beide Teams endlich etwas ins Spiel. Auch die Zeit der Abspielfehler und Lustlosigkeit ging langsam
aber sicher zu Ende. Daxbacher reagierte dann bereits nach 20 Minuten und brachte Stadlbauer für Klapf auf der linken Abwehrseite und Karatas für Varga im zentralen Mittelfeld.
Beide Ausgewechselten wurden wohl in den Anfangsminuten zu hart rangenommen, zumindest machte dies bei Klapf den Anschein, der minutenlang mit senkendem Kopf am Spielfeldrand saß, ja sogar
etwas benommen wirkte.

Klar zu erkennen waren dennoch viele Abstimmungsfehler bei Bewegung nach vorne, sowie Laufwege, die der Gegner ohne Probleme zu verteidigen wusste.
edelweiß2
Die erste Topchance im Spiel hatten dann die Gastgeber. Nach einem technischen Fehler durch Buric am Mittelkreis, liefen die in ganz blau spielenden Edelweiß-Akteure
in Überzahl auf das Gehäuse von Pervan zu. Der versuchte Lupfer aus rund 16 Meter misslingte allerdings und so probierten es die Hausherren einfach nochmal. Ein unkonsequentes Zuspiel
brachte Innenverteidiger Popp in Bredouille. Als der sein Bein dann etwas zu hoch ansetzen musste, gabs Freistoß direkt an der Strafraumgrenze, der jedoch nichts einbrachte.
Dass dies dann die letzte ernstzunehmende Edelweiß-Möglichkeit für die restliche Spielzeit gewesen sein sollte, dachten wohl zu diesem Zeitpunkt nur wenige. Schwarz-Weiss kam
in die Gänge. Gleich nach dieser Doppelchance setzte sich Kogler rechts durch, der mit einem scharfen Pass den freistehenden Fabio Silva in der Mitte sah, dieser jedoch die Direktabnahme
am Elferpunkt nicht verwerten konnte. In der 33.Minute dann Freistoß für den LASK aus rund 20 Meter. Eine Angelegenheit für den Experten höchstpersönlich.
Stadlbauer zirkelte das Leder abermals sensationell halbhoch in die kurze Ecke. 1:0! Torhüter und Edelweiß-Neuzugang Stefan Singer blieb zwar hier ohne Chance, dafür parierte er noch vor dem Pausenpfiff
zweimal richtig stark, als Kogler und Templ versuchten ihn zu bezwingen.

In der zweiten Spielhälfte, mit drei neuen Kräften unseren Reihen, gings gleich munter los. Brachte der ersten Corner noch nichts ein, so stieg dann Luckeneder beim Zweiten
am höchsten und verwertete souverän per Kopf. Zwei Standardsituationen führten also zum 2:0 Vorsprung. Nach ein paar ungenützte Kontermöglichkeiten schnappte sich
dann Buric in Kooperation mit Karatas 40 Meter vor dem Tor die Kugel, daraufhin setzte er Flo Templ in Szene, der aus 16 Meter den Ball mit einem kernigen Abschluss staubtrocken in die lange Ecke einschob.
74. Minute! Danach flachte die Partie etwas ab. Freudenthaler hatte nach Fabio Silvas Vorlage noch das 4:0 auf dem linken Fuß, erwähnenswertes geschah in den Schlussminuten dann nicht mehr,
und so endete die Partie mit einem 3:0 für den LASK.

Nun aber ein paar Zeilen zu Popp und den zwei Testspielern: 
Der mit einem frischen Zweijahresvertrag ausgestattete Innenverteidiger überzeugte in jeder Hinsicht. Kann Popp diese Darbietung beibehalten, wird Kobleder schnell in Vergessenheit geraten.
Bei Mario Buric fehlte es nicht an Fleiß, Laufarbeit, Übersicht und Kommunikation, jedoch in so manchen Situationen an Durchsetzungsvermögen. Hier ist aber noch reichlich Luft nach oben. Zwar entschied er viele direkte Zweikämpfe für sich, jedoch wirkte er ein paar Mal doch etwas zu vorsichtig, wenn ein Gegenspieler ihn zum Duell "aufforderte".
Der Portugiese Fabio Silva flitzte in Halbzeit eins auf der linken und in Halbzeit zwei, auf der rechten Flügelseite auf und ab. Mit seinen technischen Fähigkeiten und seiner
Schnelligkeit überrannte er teilweise all seine Gegenspieler, erweckte jedoch nicht wirklich den Eindruck, sich mannschaftsdienlich in den Vordergrund stellen zu wollen.

Eine weitere Chance sich zu behaupten wartet bereits kommenden Dienstag. Da wartet um 19 Uhr Gegner Grieskirchen.

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