Der „beliebteste LASK-Spieler 1979“ ist nicht mehr ...

R.I.P. Heinz Singerl

So wunderschön die Zeit als LASK-Anhänger derzeit ist, so traurig sind die Nachrichten, die nun schon in beinahe regelmäßigen Abständen die LASK-Familie erreichen. Innerhalb weniger Wochen ist kürzlich der vierte verdiente LASK-Spieler für immer von dieser Welt gegangen. Nach Christoph Westerthaler (LASK-Spieler 1986 bis 1988 und 1996 bis 1997), nach der schwarz-weißen Lichtgestalt Heli Köglberger und nach seinem Freund Karl Rosner (LASK-Spieler 1974 bis 1977) ist seit letztem Montag, 5. November 2018, auch Heinz Singerl nicht mehr unter uns.

Heinz Singerl, geboren am 28.01.1954 in Villach, spielte drei Saisonen von 1979 bis 1982 bei unserem LASK und war vor allem im großartigen Aufstiegsjahr 1979/80 kaum aus dem Mittelfeld der Stammelf kaum wegzudenken. In 60 nationalen und 2 internationalen Pflichtspielen im schwarz-weißen Dress gelangen ihm 8 Tore, eines davon auf europäischer Ebene im UEFA-Cup-Rückspiel der 1. Runde 1980 gegen Radnicki Nis (1.2, 1:4) zum zwischenzeitlichen 1:3.

Besonders wichtig für die Mannschaft von Trainer Dolfi Blutsch war er allerdings mit seiner herausragenden Kombination von körperlicher Präsenz und spielerischer Stärke. Mit enger Ballführung und schnellem Antritt wusste er sowohl den Ball stark zu behaupten als auch das Spiel schnell zu machen. Darüber hinaus trug er mit seiner bodenständigen, stets freundlichen Art und seinem Optimismus wesentlich zum guten Mannschaftsklima, das besonders 1979/80 herrschte, bei.

Diese Vorzüge machten ihn auch bei den LASK-Anhängern sehr beliebt. Bei der damals jährlich stattfindenden Wahl des Anhängerclubs zum beliebtesten Athletiker konnte Heinz Singerl 1979 den Sieg verbuchen – und das vor Größen unseres Klubs wie Edi Krieger, Heli Köglberger, Miroslav Vukasinovic und Jupp Bläser, die die nächsten vier Plätze belegten. Über 1597 Stimmen konnte sich Heinz freuen. Diese überwältigende Sympathiebekundung ließ ihn ein paar Mal schlucken, ehe er seinen überraschenden Sieg kommentierte: „Diese Platzierung habe ich mir nicht erträumen lassen. Ein herrliches Gefühl – und ein Ansporn für mich, noch bessere Leistungen zu bringen!“

Dieses Ergebnis gab ihm wohl auch die Gewissheit, beim Wechsel nach Linz richtig entschieden zu haben. Schließlich war er nach eigener Aussage, schon drei Jahre zuvor mit dem LASK einig gewesen über einen Wechsel, zog ihn dann aber aus Sorge vor dem Heimweh nicht durch.

Anfang 1980 aber konnte „Singolito“, wie ihn Trainer Blutsch getauft hatte, sagen: „Es macht unheimlich viel Spaß, neben so vielen erstklassigen Fußballern wie Köglberger, Krieger, Gayer oder Vukasinovic zu spielen. Meine Kameraden haben es mir leicht gemacht, bei den Athletikern in wenigen Monaten Fuß zu fassen.“
Außerhalb seiner Heimat spielte der 40-fache Kärntner Auswahlspieler ohnehin nur in Oberösterreich, neben dem LASK auch noch eineinhalb Saisonen beim damaligen Bundesligisten Union Wels.

In Kärnten selbst waren seine Stationen vor dem LASK der SV Villach, Radenthein und SCA St. Veit, nach dem LASK und Wels noch SV St. Veit und Spittal/Drau.
Bis zuletzt wirkte er in seiner Heimat beim FNC (Fußballnachwuchscamps) Kärnten als Nachwuchstrainer.

In einem Online-Trauerbuch (http://www.pax-requiem.at/web/decedent/11634) kondolieren viele mit bewegenden Worten. Als LASK-Fans erlauben wir uns eine Eintragung von Benni, Elli und Heimo zu zitieren: „Wir werden dein lächelndes Gesicht und dein gutes Herz niemals vergessen!“ und dürfen hinzufügen: „Wir werden dein Auftreten für unseren LASK und deine wunderbare Art Fußball zu spielen und deine Zeit in Linz nie vergessen“. Ruhe in Frieden, Heinz! Einmal LASK’ler, immer LASK’ler!

 

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