Adventsingen der besonderen Art

Schwarz-Weiße Familie singt und siegt

„Landstrassler“-Adventsingen 2017 – Aufführungsort: Enns, Stadthalle – Zeitpunkt: Sonntag,
3. Dezember 2017, 14.00 – 18.00 Uhr - Anlass: Ennser Hallentrophy, U-11 – Zweck: Konkret: Unterstützung der LASK-U-11, Allgemein: Gemeinsam sind wir LASK in die Realität umsetzen
Rund 30 Personen der aktiven Fanszene des LASK kamen am 3.12.2017, dem 1. Adventsonntag, in der Ennser Stadthalle zusammen, um zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den – mittlerweile in der ganzen Bundesliga bekannten – stimmkräftigen Support einer Nachwuchsmannschaft des LASK zukommen zu lassen. Nach der Premiere im Jänner dieses Jahres in Pichling beim U-13-Turnier von Ebelsberg (seit1908.at berichtete) sollte es diesmal nach der engagierten Vermittlung des ehemaligen Nachwuchs-Trainers beim LASK, Esed Brkic (seit1908.at hat ihn vorgestellt), die U-11 sein, die bei der Ennser Hallentrophy unterstützt werden sollte. Pünktlich um 14.00 Uhr hingen das prächtige Nachwuchstransparent und das „In memoriam Adi S.“-Transparent. Die Stimmen konnten noch gut 20 Minuten geschont werden, denn das Turnier startete mit zwei Spielen aus der Vorrundengruppe A, während unsere Athletiker in die Gruppe B gesetzt worden waren. Das zeigte ein im Zuseherbereich angebrachter Bildschirm an, der die Eingaben der Turnierleitung gleich aktuell wiedergab, sodass sich jeder Besucher ein Bild über den Turnierablauf machen konnte und zugleich Ergebnisse und Blitztabellen einsehen konnte. Eine hervorragende Neuerung des SK Enns und – wo die technischen Möglichkeiten gegeben sind - zur Nachahmung empfohlen! Der Bezirksligist (Region Ost) zeigt sich in Sachen Hallenturniere überaus eifrig und richtet an 13 Turniertagen 28 verschiedene Bewerbe aus.

Spiel 1 – Vorrunde, Union St. Florian
Um 14.22 Uhr dieses 1. Adventsonntags war es dann soweit: Ganz in Weiß liefen unsere Burschen, allesamt vom Jahrgang 2007 auf das Parkett, um ihre erste Begegnung des Tages zu absolvieren. Mit der Union St. Florian wartete gleich jener Gegner, dessen Kampfmannschaft in der – nach dem LASK – höchsten Liga spielt, nämlich der Regionalliga. Im Gegensatz zu jener Zeit als der LASK ebenfalls in der dritthöchsten Liga Österreichs engagiert war und St. Florian damals eine durchaus gute Rolle spielte und auch unsere Mannen in den direkten Duellen ziemlich forderten, ist der Klub des ÖFB-Präsidenten Leo Windtner in letzter Zeit etwas ins Straucheln gekommen und liegt nach Abschluss der Herbstmeisterschaft auf dem 16. und letzten Rang. Das kümmerte die rund zehnjährigen Sängerknaben wenig – sie mochten dem Favoriten - wenn möglich gleich zu Beginn des Turniers - ein Bein stellen. Das wiederum wollten die schwarz-weißen Burschen natürlich nicht zulassen, sondern ihrerseits einen guten Start ins Turnier aufs Parkett bringen. Unterstützt wurden sie bei diesem Vorhaben zunächst mit einer attraktiven Regenschirm-Choreo, die auch schon am Vortag in Mattersburg beim dortigen Bundesliga-Auftritt des LASK zu gefallen wusste. Trotz der ungewohnten Atmosphäre wirkten die Spieler nicht übertrieben nervös, sondern gingen durchaus selbstsicher und motiviert zu Werke. Schnell zeigte sich, hier wollte eine Mannschaft Hallenfußball „spielen“. Schon nach einer halben Minute gab es die erste Großchance für die Linzer, doch der Florianer Torhüter konnte sich auszeichnen. Nur rund 40 Sekunden später hatte in einer ähnlichen Situation aber auch er keine Chance mehr. Knapp vor dem Tor freigespielt und nach einer geglückten Drehung samt Ball konnte Simon Vranjes eben diesen im Tor unterbringen. Den Jubel von der Tribüne sichtlich genießend, gab er – dem Beispiel der Profis folgend – gleich keck auffordernde Handzeichen zum noch lauter werden. Tormann und Spieler von St. Florian wehrten sich in der Folge tapfer gegen weitere Gegentore, waren aber aufgrund dieser Absicht beinahe durchgehend mit Abwehrarbeit beschäftigt und kamen so höchst selten vor unser Gehäuse. Die wenigen Gegenstöße fingen unsere Jungs schon frühzeitig sicher ab. Groß war die schwarz-weiße Dominanz, aber vorerst scheiterte man immer wieder an der vielbeinigen Abwehr oder am Tormann. In Minute 6 zeigte man dann jedoch eine wunderschöne Kombination. Der Ball wanderte von der Mitte nach rechts und von dort nach links – und schon hatte man Cseke Zeteny frei gespielt und unsere Nummer 8 mit ungarischen Wurzeln brauchte das Spielgerät nur noch einschieben – und das unmittelbar vor dem Fanblock – so genoss auch er mit geballter Faust die Ovationen der Fans. In der Folge blieben zwar mehrere Großchancen ungenützt, doch die Mannschaft hatte alles im Griff und kam relativ ungefährdet zum erwünschten Auftaktsieg.

Spiel 2 - Vorrunde, Union Wolfern
Nach mehreren Spielen Pause wartete die Sportunion Wolfern (KM, 1. Klasse Ost) auf die LASK-Fohlen. Diese bildeten einen Kreis und schwörten sich auf das vorentscheidende Gruppenspiel ein. Wieder stellte sich rasch eine spielerische Überlegenheit ein, die jedoch zunächst wenig zwingend war. So gelang diesmal auch das ganz schnelle Tor nicht. Das in vielen Spielsituationen gut trainierte Bauchgefühl der Fans auf den Rängen wusste rasch was zu tun war: „Auf geht’s LASKler schießt ein Tor, schießt ein Tor für uns …“ schallte es ab Spielminute 4 noch lauter als zuvor durch die Stadthalle. Ein wenig dauerte es noch, aber in Minute 7 (von insgesamt 10 Spielminuten) war es soweit. Cseke Zeteny fälschte einen gut angetragenen Weitschuss seines Kollegen Resul Acar geschickt ab und setzte so den Ball am Torhüter vorbei in die Maschen. Vorüber war die aufkeimende Unsicherheit, jetzt wurde wieder nach Lust und Laune kombiniert. Eine dieser feinen Ballstafetten schloss Taha Sak zum 2:0 (8.) ab. 1,17 Minuten vor Ende des Spiels kam zum ersten Mal im bisherigen Turnierverlauf der Gegner des LASK zu einer wirklichen Großchance. Timo Buschbeck, der Torsteher, zeigte dabei sein Talent, blieb ruhig stehen und rettete mit glänzender Fußabwehr in „Pavo-Manier“. Somit stand einer Jubelwelle mit den Fans nichts mehr im Wege. Die Begeisterung war so groß, dass die Spieler erinnert werden mussten, die Bande zum Spielfeld Richtung Ausgang zu übersteigen, um dort weiter zu feiern, damit innerhalb der Banden das nächste Spiel angepfiffen werden konnte.

Spiel 3 – Vorrunde, ASKÖ Leonding
Das nächste Spiel für den LASK war für viele der anwesenden Fans ein besonderes und ungewöhnliches. Gegen ASKÖ Leonding zu sein, ist nämlich normal gar nicht normal bei sehr vielen aus dem LASK-Block. Viele stammen aus Leonding, andere haben dort gespielt oder trainiert, haben Freunde unter den Violetten und unterstützen gelegentlich die Kampfmannschaft bei ihren Spielen in der 1. Klasse Mitte. Da traf es sich gut, dass beim Nachwuchs-Support ein „Gegen“ ohnehin ein „No-Go“ ist. Man ist nur für etwas – und zwar für den ASK! Natürlich sah und vor allem hörte man das auch in diesem letzten Vorrundenspiel. Dieses bekam in der 3. Minute ein bisher unbekanntes Vorzeichen. Die im Milka-Lila angetretenen Leondinger gingen durch einen schön heraus gespielten Treffer mit 1:0 in Führung. Die Milka-Jungs zeigten sich anschließend von ihrer Schokoladenseite und beackerten mit gestärktem Selbstbewusstsein ohne Pause Parkett und Gegner. Im gleichen Ausmaß schien eben dieses Selbstbewusstsein der Hauptstädter zu sinken. Nach zwei, drei Schreckminuten kamen sie aber wieder in die Gänge und hatten zunächst Pech. Der Ausgleichstreffer schien schon gelungen zu sein – der Ball zappelte bereits im Netz -, doch der Schiedsrichter hatte Augenblicke zuvor schon abgepfiffen und einen Freistoß für den LASK angeordnet. Doch schnell war das kleine Unglück vergessen, denn im Nachschuss zum Freistoß war Simon Vranjes erfolgreich. Jetzt war wieder „Kombi-Time“ und in dieser wurde Cseke Zeteny auf links freigespielt. Der junge Mann drehte sich geschickt Richtung Tor, hatte dann noch die Zeit, aufzublicken und den Ball zielsicher im Tor zur Führung unterzubringen. 1,29 vor Spielende musste wieder einmal Timo Buschbeck eingreifen. Einen (fragwürdigen) Freistoß aus guter Distanz konnte er sicher unter Kontrolle bringen. Pech dann für die Vorstädter, dass der Schiedsrichter einen (diesmal gerechten) Freistoß 0,03 Sekunden vor Spielende nicht mehr ausführen ließ, weil die Uhr nicht angehalten worden war und deshalb schon die Schlusssirene ertönte. Es war aber halb so schlimm für Leonding, auch die 1:2-Niederlage änderte nichts am Halbfinalleinzug. Für den LASK bedeutete das Ergebnis den dritten Sieg im dritten Spiel und den Gruppensieg mit Punktemaximum.

Spiel 4 – Halbfinale, ASKÖ Mauthausen
Im Halbfinale wartete der Gruppenzweite aus Gruppe A. Diesen Platz konnte sich ASKÖ Mauthausen (KM in 1. Klasse Nord Ost) sichern. Immerhin war man damit schon weiter gekommen als das im Nachwuchs bekannt starke Admira Linz und als das Team des Veranstalters SK Enns.
Unsere Jungs legten energisch los und gingen folgerichtig in Minute 3 in Führung. Taha Sak setzte sich am linken Flügel durch und nach ein paar schnellen Schritten suchte er mit überlegtem, scharfem Schuss ins untere Eck erfolgreich den Abschluss. Diesmal gab die Führung erstaunlicherweise unseren Burschen keine zusätzliche Sicherheit. Mauthausen zeigte, was alles in dieser Mannschaft steckt und drängte ungefähr ab Spielmitte den LASK stark zurück. Mauthausen drängte immer mehr auf den Ausgleich und brachte unser bisher so stabiles Abwehrverhalten gehörig in Bedrängnis. Der LASK wankte, aber er fiel nicht. Timo Buschbeck konnte ein weiteres Mal rettend eingreifen und kurz danach – die letzte Minute hatte soeben begonnen – hatte die Glücksfee ihr schwarz-weißes Kleid angezogen. Ein Abpraller traf einen Mauthausener Spieler unglücklich von hinten und der Ball kullerte zur Entscheidung in das eigene Tor. Das Finale um die Ennser U-11-Hallentrophy war erreicht!

Spiel 5 – Endspiel, Union Schweinbach
Zu diesem Finale wurden einzeln aufs Parkett gebeten – die Mannschaften von Union Schweinbach (KM in der Bezirksliga Nord) und vom LASK! Sehr stark hatte sich Schweinbach bisher präsentieren können und im Halbfinale auch die Neuauflage LASK vs. Leonding verhindern können. Auf schwarz-weißer Seite erwartete man – wohl mehrheitlich - einen Sieg, jedoch auch eine so genannte „enge Kiste“.
Doch der traditionell etwas skeptische LASK-Afficionado hatte die Rechnung ohne den Wirt – sprich ohne unsere U-11 – gemacht. „Nichts da mit enger Kiste und wenn schon, dann zeigen wir eben, dass wir auch in einer engen Kiste Fußball spielen können.“ Schon nach 10 Sekunden musste der Torhüter des Finalkontrahenten einen ersten Schuss bändigen und noch in der ersten Minute konnte nach mehreren gescheiterten Versuchen der Kameraden Resul Acar mit einem überlegten Schuss ins linke Eck aufzeigen – 1:0. Gut zwei Minuten später hatten sich die LASK-Angreifer eine schöne Überzahl im Angriff geschaffen. Simon Vranjes wählte dennoch die Option „Abschluss“, was man darf, wenn man so sicher und genau trifft wie er in dieser Situation, 2:0 (3.). Perfektes Zusammenspiel praktizierten – wie schon einige Male an diesem Turniertag – Cseke Zeteny und Taha Sak. Letzterer schloss die trickreiche Aktion erfolgreich ab. (3:0; 8.). Einige Male kombinierten die Jung-Athletiker auf dem Parkett noch so schön wie anno dazumal Felix Gottwald im Schnee. Resul Acar beendete mit einem prächtigen Schuss eine dieser Kombinationen und zugleich den Torreigen im Finale. Mit dem 4:0-Sieg krönten die Jungs ihre stärkste Leistung des Tages, die sie sich geschickt just für das Endspiel aufgespart hatten.

In der folgenden Siegerehrung zeigten Veranstalter und Gäste großen Respekt vor der Leistung des LASK am Parkett und auf den Rängen. Von Seiten des Veranstalters SK Enns gab es großes Lob und ein herzliches Dankeschön dafür, dass die Fans dieses Turnier mit ihrer Stimmung so bereichert haben. Auch die Fotografen wollten die Fotos unbedingt vor dem Fanblock machen und so entstand das schöne Bild, dass das ganze Teilnehmerfeld unter der „LASK-Tribüne“ stand. Selbstverständlich wurden von Platz 8 bis Rang 2 alle Mannschaften auch vom LASK-Block heftig beklatscht, die Nummer 1 des Landes Oberösterreich, die Nummer 1 in den Herzen so vieler Menschen und die Nummer 1 heute am Ennser Parkett allerdings frenetisch gefeiert. Alle Rituale des Feierns mit den Profis wurden mit den Burschen, die ihr Glück kaum fassen konnten, zelebriert. Den Abschluss bildete noch ein Foto der U-11-Spieler inmitten ihrer Fans auf der Tribüne. Wie hallte es an diesem Nachmittag durch die Halle:Wir haben unseren Nachwuchs im Herzen! Gemeinsam sind wir LASK!

Die Stimme des Trainers Miklos Fejes:
Über die Stimmung beim heutigen Turnier:
Es war ein wunderschöner Tag für mich. Ich bin sehr beeindruckt, welch großer Verein der LASK ist. So viele Fans bei einem U-11Turnier ... ich empfand unseren Klub heute wie eine große Familie!
Die Stimmung hat die Jungs auch beeinflusst. Zu Beginn waren sie etwas nervöser als sonst, aber schon bald hat das in Extra-Motivation umgeschlagen. Ich bin sicher, die heutige Stimmung trägt dazu bei, dass wir als Mannschaft noch mehr zusammenwachsen. Ich habe noch selten gesehen, dass sich die Spieler so sehr gemeinsam gefreut haben. Auch bei den Eltern und Begleitern habe ich dieses Gemeinschaftsgefühl bemerkt. Richte bitte den Fans aus, sie haben viel für uns getan heute.
Über die ersten Monate bei der U-11 / U-12 des LASK:
Seit Sommer bin ich bei dieser Mannschaft und es macht mir große Freude. Die Spieler sind zuverlässig, machen im Training das, was der Trainer vorgibt. Solche Kinder kann man sich nur wünschen als Trainer. Ich sehe viele gute Einzelspieler. Jetzt haben wir uns auf den Weg gemacht, auch eine gute Mannschaft zu werden.
Über die nächsten Vorhaben:
Nächstes Wochenende spielen wir ein großes Hallenturnier in Wien beim Favoritner AC. Da dürfen wir uns mit sehr starken Gegnern aus dem Bundesligabereich messen.
Eine Woche später möchten wir das Jahr beschließen mit einer Art „Team-Event“. Wir überlegen noch, aber es soll eine gemeinsame Aktion Spieler – Betreuer – Eltern werden, etwas, das uns näher zusammenbringt. Dann gehen wir in eine kurze, schöne Weihnachtspause!

 

Ennser Hallentrophy, U-11
Sonntag, 03.12.2017
14.00 – 18.00 Uhr
Stadthalle Enns
Ca. 150 Zuschauer

Die Spiele des LASK:

Vorrunde, Gruppe B:

LASK gegen Union St. Florian - 2:0        Simon Vranjes, Zeteny Cseke
LASK gegen Sportunion Wolfern  - 2:0   Zeteny Cseke, Taha Sak
LASK gegen ASKÖ Leonding - 2:1          Simon Vranjes, Zeteny Cseke

 

 

Halbfinale / Finale:

LASK gegen ASKÖ Mauthausen - 2:1, Taha Sak, Eigentor
LASK gegen Union Schweinbach - 4:0, Resul Acer (2), Simon Vranjes, Taha Sak
                                                                                                                           

Für den LASK im Einsatz:
Buschbeck Timo; Acar Resul, Eichmayer Erik, Sak Taha, Steinbichler Florian, Trauner Michael, Vranjes Simon, Zetteny Czeke

Ennser Hallentrophy / U-11 – Ergebnisliste

  1. 1.LASK
  2. 2.Schweinbach
  3. 3.ASKÖ Leonding
  4. 4.Mauthausen
  5. 5.Admira Linz
  6. 6.Wolfern
  7. 7.St. Florian
  8. 8.Enns

 

 

 



 

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