Philipp Wiesinger – ein Defensiv-Allrounder aus dem Salzburger Land

Vor gut drei Wochen verkündete der LASK, dass Philipp Wiesinger, der in der Hinrunde noch beim RB-Filialklub Liefering die Kapitänsbinde getragen hatte, die Schwarz-Weißen im Kampf um den Aufstieg unterstützen und auf Leihbasis zu den Athletikern wechseln werde. Grund genug, einen genaueren Blick auf den Werdegang und den sportlichen Hintergrund des Salzburger Defensiv-Allrounders zu werfen:

Ein Talent aus der Bullenschmiede

Der heute 21-jährige Wiesinger stammt ursprünglich aus Puch bei Hallein, wo er im zarten Alter von fünf Jahren erstmals dem runden Leder nachjagte. Aufgrund der geographischen Nähe zur Salzburger Landeshauptstadt und den – aus sportlicher Sicht – idealen Bedingungen beim damals frisch gegründeten RB Salzburg war es nur eine Frage der Zeit, bis Philipp, dessen fußballerisches Talent nicht lange unbemerkt blieb, den Weg in die Jugendschmiede der Dosenkicker fand. Dort durchlief er sämtliche Jugendteams bis zur U-18-Mannschaft, womit er eine fußballerische Grundausbildung nach Linz mitbringt, die dem LASK sicherlich enorm weiterhelfen kann.

Von der Regionalliga zum Profi-Kapitän

Nach seiner Zeit als Nachwuchsspieler wurde er in der Saison 2012/2013 von den RB-Verantwortlichen allerdings nicht direkt zum FC Liefering (damals Regionalliga West) versetzt, sondern verdiente sich seine ersten Sporen beim Ligakonkurrenten RB Amateure/USK Anif. In 30 Spielen kam er zu immerhin 25 Einsätzen und konnte sich so als fester Bestandteil der Mannschaft etablieren.

Durch die gesammelte Spielpraxis fiel ihm schließlich auch der Wechsel in den Profifußball nicht allzu schwer, 2013 durfte er erstmals für Liefering auflaufen und brachte es zu respektablen 24 Profi-Einsätzen. Seine konstant starken Vorstellungen in der Defensivabteilung der Lieferinger wurde zu Beginn der Spielzeit 2014/15 schließlich mit der Ernennung zum Kapitän belohnt, gegen den Floridsdorfer AC führte der damals erst 20-Jährige sein Team erstmals an.

Verschärfter Konkurrenzkampf in der Abwehr

Und nun, gut eineinhalb Jahre nach seinem Kapitänsdebüt, kommt er also nach Linz, um dem Projekt Aufstieg den nötigen Auftrieb zu verleihen. Wirft man allerdings einen Blick auf die Statistik, könnte manch einer schnell auf den Gedanken kommen, die Notwendigkeit dieses Leihgeschäftes zu hinterfragen: Dem LASK stehen nach 19 gespielten Runden nur 18 Gegentreffer zu Buche, eine bessere Bilanz kann kein Team der Liga aufweisen. Doch mit dieser Argumentation tut man Wiesinger sicherlich unrecht, wurde der Defensivmann bei Liefering doch fast ausschließlich als rechter Außenverteidiger eingesetzt und wird somit beim LASK neben Defensivaufgaben sicherlich auch kreative Akzente nach vorne setzen können. Interessant wird allerdings zu beobachten sein, welche Auswirkungen Wiesingers Leihe auf den Konkurrenzkampf in der schwarz-weißen Hintermannschaft haben wird, Reinhold Ranftl wird schwerlich von seiner Stammposition zu verdrängen sein, mit Ramsebner und Cabrera verfügt Trainer Glasner über eine eingespielte Innenverteidigung und auf der linken Seite liefern sich Ullmann und Erbek schon längere Zeit ein Duell um den Startplatz. Wahrscheinlich wird Wiesinger eben dieses Duell bald zu einem Dreikampf ergänzen und man kann wahrlich gespannt sein, wer sich am Ende durchsetzen wird. 

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