Interview mit Mario Hieblinger

MARIO HIEBLINGER KAM IM SOMMER 2012 ZUM LASK UND ABSOLVIERTE FAST 100 SPIELE FÜR UNSERE ATHLETIKER. NUN HAT ER SEINE AKTIVE PROFI-KARRIERE BEENDET UND IST SPIELERTRAINER BEIM ATSV STEIN. ER KANN AUF EINE SEHR ERFOLGREICHE LAUFBAHN, SOGAR MIT NATIONALTEAMEINSÄTZEN ZURÜCKBLICKEN. GRUND GENUG UNS NOCHMAL INTENSIVER MIT UNSEREM EHEMALIGEN „EL CAPITANO“ ZU TREFFEN, UND ÜBER DIE VERGANGENEN JAHRE UND DIE ZUKUNFT ZU PLAUDERN.

Seit1908: In den ziemlich genau 20 Jahren deiner Karriere hat sich im Fussball sehr viel getan. Wenn du zurückblickst, was waren deiner Meinung nach die Bereiche, in denen sich das meiste verändert hat?

M: Das Spiel wird immer schneller, die körperlichen Ansprüche wachsen von Jahr zu Jahr und die Spieler werden immer fi tter. Das Spiel wird in jedem Bereich anders geprägt, aber viel Neues wird man im Fussball nicht erfi nden können. Daher gibt es jetzt vielleicht viele Sachen die man anders nennt oder anders spielt, aber im Großen und Ganzen bleibt es das Spiel das es vorher auch war. Nur dass eben durch die steigende Geschwindigkeit der Raum- und Zeitdruck durch den Gegner steigt.

Seit1908: Wenn man sich die Klubs anschaut, bei denen du gespielt hast, dann ziehen sich fi nanzielle Probleme durch wie ein roter Faden. Auch Ergotelis wurde ja jetzt im Jänner in den Amateurfussball zwangsversetzt.

M: Gut, dass man den Zusammenhang sieht! Viele dieser Klubs gibt es jetzt nicht mehr im bezahlten Fußball, aber das liegt nicht an mir (lacht).

Seit1908: Natürlich nicht. Es wirkt eher so wie ein genereller Trend, dass es immer schwieriger wird, sich den Profi fußball zu leisten. Da du diese Erfahrung beinahe auch beim LASK gemacht hast: Was bekommt man als Spieler von den fi nanziellen Problemen mit und wie wird man davon beeinflusst?

M: Mitkriegen tut man es immer. Egal bei welchem Verein. Ich war auch als ganz junger Spieler bei der Admira, als Ausgleich angemeldet wurde. Das hat mich zwar eher am Rande betroffen, weil ich noch im Nachwuchs war im BNZ, aber trotzdem schon einen Vertrag hatte. Aber wenn es dann einmal darum geht, eine Familie zu erhalten - auch in Griechenland und beim GAK hat man ja längere Zeit auf sein Geld gewartet – ist es natürlich nicht angenehm. Ich habe aber nie den Gedanken gehabt, deshalb einfach hinzuschmeißen. Beim GAK hatte mein Wechsel andere Gründe und auch in Griechenland bin ich aus sportlichen Gründen gegangen, weil wir abgestiegen sind. Beim LASK ist es Gott sei Dank noch gut gegangen. Wie man sieht, steht der Verein jetzt auf gesunden Beinen und das ist auch gut so. Der Verein gehört einfach in die Bundesliga und nicht in die Regionalliga. Wenn man älter wird, kann man damit anders umgehen. Natürlich muss man auch jüngere Spieler verstehen, wie zum Beispiele Stadlbauer, die auch schon Familie haben. Gerade deswegen war es so super, dass wir eine Truppe waren, in der jeder für den anderen da war und geholfen hat, so gut er konnte. Sind wir froh, dass es so ausgegangen ist.

Seit1908: Das hat man damals auch gespürt und für dieses Durchhaltevermögen von damals sind euch viele im Umfeld dieses Vereins sicher noch lange dankbar.

M: Dankbar fi nde ich schön, dass man das nicht vergisst, aber man muss auch sagen: jeder Spieler hätte gehen können, wenn er wollen hätte. Dass das keiner getan hat, zeugt schon von Charakter und gerade, dass im zweiten Jahr dann trotz der Schwierigkeiten der Aufstieg geschafft wurde, macht es im Rückblick zu einer schwierigen Zeit, wo aber zum Glück alles gut gegangen ist.

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Seit1908: Du hast auch einmal im Nationalteam gespielt, als unter Hans Krankl bereits versucht wurde, das Team für die Heim-Euro fi t zu machen. Wie ist es dir dort gegangen? Wie war die Arbeit mit dem Nationalteam?

M: Natürlich sehr gut. Es hat immer wieder Spaß gemacht. Es ist immer eine Ehre, wenn du diese Einberufung bekommst. Das Team ist zwar damals noch nicht so dagestanden wie heute, aber trotzdem war es eine Möglichkeit, mit älteren und sehr verdienten österreichischen Spielern zusammen zu spielen und von ihrer Erfahrung zu lernen. Die 3 Jahre waren sehr schön und ich bin sehr stolz darauf.

Seit1908: Wie war die Arbeit mit Hans Krankl? Er gilt ja eher als Trainer, der hauptsächlich mit Motivation arbeitet? Wie war seine taktische Ausrichtung? Oder hat er mehr nach dem Motto „Gehts aussi und spüts eicha Spü“ gearbeitet?

M: Ohne taktische Ausrichtung geht natürlich gar nichts. Je nachdem gegenwen wir gespielt haben, aber meistens hat er sich ein 4-4-2-System vorgestellt. Was er gut konnte war natürlich, zu motivieren, zu pushen. Es ist schwierig, im taktischen Bereich zu arbeiten, wenn man nur 2 bis 3 Wochen im Jahr zusammen ist.

Seit1908: Denkst du, es wäre auch damals schon besser gewesen, eine gewisse Nibelungentreue zu den Spielern zu haben und sie auch aufzustellen, wenn sie bei ihren Vereinen nicht spielen, so wie Marcel Koller das jetzt macht?

M: Damals ist alles auf die Euro 2008 hin gelaufen und im Hinblick darauf hat er begonnen, viel zu probieren. Dadurch wurden auch viele verschiedene Spieler eingesetzt, die die Möglichkeit bekamen, sich zu beweisen. Ob das gut war oder nicht, sei einmal dahingestellt. Zu diesen Spielern gehöre ich auch dazu, so ehrlich bin ich schon. Der Erfolg gibt natürlich jetzt Koller recht und das ist es, was zählt. Auch die Spieler haben sich sehr gut entwickelt, also war es sicher kein falscher Weg, den Koller gegangen ist.

Seit1908: Noch kurz zur Zeit bei Ergotelis. Wie war es, zu dieser Zeit in Griechenland zu sein? Dort ist ja unglaublich viel passiert auf der politischen und gesellschaftlichen Ebene. Könntest du uns ein Stimmungsbild vermitteln, wie es war, zu dieser Zeit dort zu leben?

M: Zu Beginn, 2006, war eigentlich noch eine sehr gute Zeit. Persönlich war es schon schwierig, sich an die dortige Kultur zu gewöhnen und die Sprache zu lernen. Zum Glück ist es mir gelungen, je länger das Jahr gedauert hat, immer besser in Fahrt zu kommen. So hat das Werkl zu laufen begonnen. In den Jahren darauf habe ich gewusst, was ich an dem Verein habe und der Verein hat gewusst, was er an mir hat. Daher habe ich mich auch dazu entschieden, 6 Jahre dort zu bleiben. Es wäre des öfteren die Möglichkeit gewesen, zu einem besseren Verein zu wechseln oder fi nanziell ein bisschen aufzusteigen, aber da ich gewusst habe, was ich an dem Verein habe und sich auch die Familie auf Kreta wohlgefühlt hat – es gibt dort eine deutschsprachige Community mit der wir uns oft getroffen haben – bin ich dann dort geblieben. Es war 5 Jahre sehr gut, nur das sechste Jahr würde ich vom fi nanziellen und sportlichen her davon ausnehmen. Was das politische anbelangt, ist es ab 2008 stark bergab gegangen. Auf Kreta war es halb so wild, weil es dort sehr viel Landwirtschaft gibt und die Möglichkeit besteht, sich selbst zu versorgen. Was das Festland betrifft, war es natürlich eine absolute Katastrophe und es tut schon weh zu hören, dass die Leute mit 500 – 600 Euro auskommen müssen. Noch dazu, weil der Benzin so teuer war. Wie das Preis-Leistungs-Niveau jetzt aussieht, kann ich nicht sagen, aber ich habe natürlich sehr viele Freunde und Bekannte dort, mit denen ich nach wie vor in Kontakt stehe. Denen wünsche ich natürlich, dass es bald einmal bergauf geht. Zur Zeit sieht es halt nicht danach aus, sie haben ja gerade wieder Einsparungen hinnehmen müssen. Die 6 Jahre haben mich auf jeden Fall geprägt. In dieser Zeit sind Freundschaften entstanden und ich hoffe, bald wieder hinfl iegen zu können. Bisher war das nicht möglich, weil ich ja noch Fußball gespielt habe. Ich wünsche den Leuten dort, dass sie bald wieder Hoffnung haben und dass die Arbeitslosigkeit zurück geht. Mehr als Mut zu zusprechen ist halt jetzt auch nicht möglich und wir haben die Erfahrung gemacht, dass jeder der die Möglichkeit hatte, über Kontakte, Familienmitglieder oder Partner Griechenland zu verlassen, dies auch getan hat.

Seit1908: Dann widmen wir uns jetzt wieder erfreulicheren Themen: Ihr wart letzten Saison mit der SpG die beste Amateurmannschaft eines Bundesligateams in allen 3 Regionalligen. Und zwar nach Punkten und nach Platzierung. Du hast ja auch schon als Co-Trainer mitgewirkt und nicht nur als Spieler. Wie geht es dir denn mit dem Einstieg ins Trainergeschäft?

M: Immer besser. Am Anfang war es noch Neuland, ich habe hier aber sehr viel gelernt und konnte vieles mitnehmen was taktisches, spielerisches und Kommunikation betrifft. Ich bin ganz am Anfang, war im Kopf bisher noch sehr viel Spieler und möchte mich jetzt ganz klar Richtung Trainer entwickeln. Ich war vor allem deshalb im Kopf noch Spieler, weil ich noch nicht so weit war, zu sagen, ich höre jetzt auf. Jetzt habe ich kein Problem mehr damit, möchte das forcieren und möglichst viel Erfahrungen sammeln. Ich habe auch unsere Bezirksligamannschaft mit nur einem Punkt übernommen, obwohl man dann mit dem Abstieg gleich einmal ein Negativerlebnis hat, weil es einfach wichtiger ist, die Erfahrung zu sammeln. Ähnlich wie beim Anfang als Spieler muss man am Anfang viel Lehrgeld bezahlen und auch einmal Kritik einstecken können. Ich bin bereit, viel zu lernen und werde mich voll darauf konzentrieren.

Seit1908: Ist von Vereinsseite etwas geplant, wie zum Beispiel ein Abschiedsspiel?

M: Das weiß ich nicht.

Seit1908: Wenn du zurückschaust auf die Trainer unter denen du selbst bis jetzt gearbeitet hast: Siehst du für dich Vorbilder?

M: Vorbilder würde ich nicht sagen, auch wenn man natürlich von jedem etwas mitnimmt. Von Schachner konnte ich zB beim GAK sehr viel im taktischen Bereich lernen, nachdem er das 4-4-2-System aus Italien mitgebracht hat. Auch von Milan Miklavic bei der Admira oder in Griechenland konnte ich sehr viel lernen. Meine Herangehensweise ist es nicht so sehr, ein bestimmtes Vorbild zu haben, sondern diese ganzen Einflüsse zu kombinieren und die eigene Philosophie draus zu zimmern.

Seit1908: Du hast ein ganzes Jahr mit unserer zweiten Mannschaft gearbeitet. Auf welche Spieler können wir uns schon freuen, die sich für höhere Weihen empfohlen haben?

M: Da sind einige dabei. Karatas kennt man ja, er hat sich heuer sehr gut entwickelt. Auch laut Trainer Brunmayr hat er sich stark gesteigert. Auch die Jungen die wir jetzt aus der Akademie bekommen haben. Hier ist es sehr gut, dass Brunmayr schon bei der Akademie gearbeitet hat und das Umfeld dort gut kennt. Es war gut, gleich im Winter Spieler zu holen, um sie an den Verein und das System beim LASK zu gewöhnen. Da ist zB ein Raguz dabei, der bei uns schon oft gespielt hat und das Potential hat, in kürzester Zeit aufzusteigen. Pellegrini hat sich in der Regionalliga schon bewiesen. Für ihn ist es jetzt wichtig, dass er regelmäßig in der zweiten Liga spielt. Er ist ein Spieler, der nie aufgibt.

Seit1908: Zu deiner persönlichen Zukunft: Du bist jetzt Trainer beim ATSV Stein. Wirst du dem LASK in irgendeiner Form erhalten bleiben?

M: Nein, leider nicht. Ich wäre zwar sehr gerne geblieben, aber es ist jetzt leider nicht so. Es gibt Gespräche mit Sponsoren, die sich vorstellen können, dass ich bei ihnen arbeite. Ich muss aber auch für mich erst herausfinden, was macht mir Spaß, weil es auf lange Sicht ja auf einen Vollzeitjob hinauslaufen muss. Der Fußball muss jedenfalls in irgendeiner Form eine Rolle in meinem Leben spielen.

Seit1908: Welche Erwartungen hast du an deine neue Aufgabe bei Stein?

M: Ich bin durch Ronnie Brunmayr zum Verein gekommen und bin dort als Spielertrainer. Die Idee ist, den Verein so aufzustellen, dass die jungen Spieler nicht gleich weg wechseln, sondern beim Verein eine Perspektive haben. Diese Aufgabe ist für mich reizvoll und auf jeden Fall einen Versuch wert.

 

Das Interview wurde am 15.10.2016 fortgesetzt, als Mario bereits seit einigen Wochen Trainer in Stein ist.

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Seit1908: Beginnen wir mit deinem neuen Verein. Wie geht es dir dort? Die Tabelle sieht nach sieben Spieltagen ja schon sehr gut aus. Wie schätzt du die Liga ein? Ist der erste Platz zu diesem Zeitpunkt schon aussagekräftig?

M: Es macht Spaß. Dadurch, dass ich als Spielertrainer selbst noch auf dem Feld stehe habe ich vom Verein mit David Schimpl einen Co-Trainer zur Seite gestellt bekommen. Man kennt ihn von Ried und Blau-Weiß. Mit ihm habe ich einen kompetenten Mann an meiner Seite. So kann ich mich mehr auf das spielerische konzentrieren und er macht die Sachen von außen. Es macht richtig Spaß, die Ergebnisse sind auch gut. Wir haben bis auf ein Unentschieden alles gewonnen. Zur Aussagekraft: Einen starken Gegner haben wir noch. Jetzt kommen also die Gegner, bei denen man davon ausgeht, stärker zu sein. Aber die muss man auch erst einmal gewinnen. Wir werden also die nächsten fünf Runden von Spiel zu Spiel denken. Ich denke, dass es mit Stein, Kematen und Aschach drei Vereine gibt, die sich die zwei Plätze ausmachen werden. Da kann aber alles passieren, weil von der Stärke her alle knapp beieinander sind und die Liga z.B. mit der Mannschaft von Ternberg sehr aufgewertet wurde. Dementsprechend schwer ist es zu gewinnen. Von den genannten drei Mannschaften kann man aber schon erwarten, dass sie sich die zwei Plätze untereinander ausmachen.

Seit1908: Wie läuft eigentlich ein Coaching als Spielertrainer ab, wenn man das Spiel nicht von außen an der Seitenlinie beobachten kann sondern selber mittendrin steht?

M: Ich habe jetzt beide Seiten kennen gelernt, weil ich mich bei den Pasching Juniors auf die Aufgabe von der Seitenlinie aus konzentriert habe. Wenn du selber mit am Platz stehst, kannst du den anderen Spielern mit Anweisungen und dem eigenen Stellungsspiel besser helfen, zusätzliche Sicherheit geben, Bälle abblocken und Sachen aus dem Spiel heraus sehen, die die anderen vielleicht nicht sehen. Zu Beginn habe ich mir eh schwer getan, weil es sich fast nicht vereinbaren lässt, dass man gleichzeitig die Aufgaben an der Seitenlinie regelt, zB dafür sorgt, dass die Ersatzspieler aufwärmen. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich David Schimpl als Co-Trainer bekommen habe. Wir sind uns eigentlich immer einig und ich gebe nicht alles zu 100% vor. Wenn er etwas anders sieht, kann er auch dementsprechend eingreifen und ich kann mich um die 1 Spieler am Platz und um die spielerische Seite kümmern. Dabei bin ich auch sehr laut auf dem Platz, um ihnen zu helfen. Den groben Rahmen machen wir uns schon aus, zB wen wir als ersten austauschen, Verteidiger für Stürmer und solche Sachen. Er kann aber zB auch selbst entscheiden, wenn gegen Spielende hin ein taktischer Wechsel ansteht, wie er das dann macht. Ich habe das auch bei den Pasching Juniors so gehandhabt und halte nichts davon, alles als Cheftrainer genau zu bestimmen. Der Co-Trainer soll sich auch einbringen können. Im Amateurbereich ist es sehr wichtig, dass jeder gern zum Training kommt. Wir haben momentan 20 bis 25 Spieler und das zeigt, dass jeder gern ebi der Sache ist.

Seit1908: Erfolgreiche Mannschaften ziehen auch immer Anfragen von anderen Klubs an. Kannst du schon abschätzen, wie es in der kommenden Transferzeit mit möglichen Abgängen ausschaut? Denkst du, dass ihr eure guten Spieler halten könnt?

M: Zur Zeit ist noch gar nichts geplant. Bis jetzt war einmal das wichtigste für mich, den Verein und die Mannschaft kennen zu lernen. Der Verein hat bei der Zusammenstellung der Mannschaft wirklich gute Arbeit geleistet. Sollten wir wirklich so weit vorne bleiben, werden wir nicht großartig neue Spieler einkaufen. Möglich ist schon, dass ein neuer kommt, aber im Großen und Ganzen soll es so sein, dass junge Spieler Einsatzzeiten kriegen und auch Spieler aus der zweiten Mannschaft ihre Chance kriegen. Der Verein hat schon genehmigt, dass wir in der Winterpause auf Trainingslager fliegen können. Dieses wird wahrscheinlich auf Kreta stattfinden, wohin ich ja aus meiner aktiven Zeit noch Kontakte habe. Für einen 2.Klasse-Verein ist es eher ungewöhnlich, so weit zu fliegen. Natürlich braucht man dazu die Hilfe der Spieler. Es zeigt aber ganz klar, dass der Verein motiviert ist, hier etwas aufzubauen.

Seit1908: Wie ist die Altersstruktur?

M: Den Altersschnitt hebe allein ich schon stark an.

Seit1908: Also habt ihr viele junge.

M: Da bin einmal ich mit fast 40, Pantelic mit 37, Steininger auch über 30. Sonst sind sehr viele darunter. Wir haben einen großen Nachwuchsbereich und wir versuchen, immer Nachwuchsspieler neu einzubauen, damit sie dem Verein in wenigen Jahren helfen können.

Seit1908: Habt ihr auch schon gegen ATSV Steyr gespielt?

M: Ja, das war unser einziges Unentschieden

Seit1908: Wie war die Stimmung? Merkt man, dass es ein Derby ist, oder steht die Liga doch zu sehr im Schatten von Mannschaften wie zB Vorwärts?

M: Für die zweite Klasse war der Besuch OK. Man merkt schon, dass es ein wenig etwas besonderes ist.

Seit1908: Bei unserem Treffen war die Nachricht vom Aus beim LASK noch ganz frisch und die zukünftige Situation offen. Wie hat sich deine berufliche Situation seither entwickelt?

M: Ich habe die Möglichkeit bekommen, bei der Mibag, einem Sponsor des LASK, anzufangen. Es ist eine tolle Firma mit netten Kollegen und die Arbeit macht mir wirklich Spaß. Ich fahre gern zur Arbeit, aber natürlich auch gern wieder heim (lacht).

Seit1908: Wie gut funktioniert es schon mit dem Thema Taktik? Wie sehr kannst du deine Vision eines guten Fußballspiels verwirklichen und inwiefern bist du dabei durch die Mannschaft eingeschränkt?

M: Das System kann ich schon vorgeben. Wir gehen von einem 4-1-4-1 Grundkonzept aus und orientieren uns darüber hinaus an den Gegebenheiten. Je nach Auf einem kleinen Platz kannst du einfach weniger über die Seiten und in die Tief spielen. Wir können aber sehr wohl festlegen in welchen Bereichen wir attackieren. Das bleibt immer gleich und gehört einfach gut geübt und verfeinert. Das Tempo ist ziemlich hoch mit viel Pressing. Dafür, dass es für die Mannschaft eine ganz neue Spielanlage ist, funktioniert es bisher wirklich gut. Bessere und schlechtere Spiele gibt es auch in der Bundesliga.

 

Das Interview führte Mario und Christian im September/Oktober 2016. 

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