Der Moralapostel und sein Appell an uns

Rapid ist zu Gast. Ein besonderer Tag im Leben eines jeden Fußballfans. Handelt es sich doch um jenen Verein, der die größte Fangemeinschaft hinter sich stehen hat. Zu einem großen Teil ist es auch jene Fangemeinschaft, die ihren Verein bedingungslos liebt, ihn unterstützt, in guten wie in schlechten Zeiten, und dabei auch manchmal über das Ziel hinaus schießt.
 
Eine große Menge an Fans impliziert auch eine große Menge an Chaoten. Beweise dafür lieferten uns die Wiener in Vergangenheit genug. Platzstürme, Becherwürfe, unterschwellige Spruchbänder, niveaulose Fangesänge und zu guter Letzt auch das Eindringen in den VIP-Bereich des Allianz-Stadions. Damit hat man seine Position als Nummer 1 unter den Fan-Chaoten gefestigt.
 
Nun ist es so, dass diese Phänomen nicht mehr nur im Ansatz auch auf unseren Rängen zu sehen ist. Das heutige Spiel, das zugegebenermaßen eine Prise mehr Brisanz mit sich brachte, setzte dem Treiben die Krone auf. Wir sind nicht Rapid. Wir haben es nicht nötig, unser Primatentum durch Becherwürfe zu untermauern. Wir haben es nicht nötig, die Familie gegnerischer Spieler zu beleidigen und wir haben es nicht nötig, jemandem körperliche Gewalt oder gar den Tod anzudrohen.
 
Klar, Fußball ist kein Blumenpflücken, aber Fußball ist immer noch Respekt, Toleranz und Fairness. Das sind die Werte, die man vorleben sollte. Gerade in einer Gesellschaft, die diese Werte zu einem Großteil ausblendet.
 
Wir alle sind der LASK, wir alle leben LASK und wir alle können stolz darauf sein auf das, was wir in den vergangenen Jahren erreicht haben. Gemeinsam sind wir diesen Weg gegangen und gemeinsam können wir diese Erfolge wiederholen oder sogar übertreffen.
 
Aber ich möchte zukünftig nicht mit Leuten in einen Topf geschmissen werden, die ihr Bier lieber gegnerischen Kickern ins Gesicht schütten, als dieses zu genießen. Und das war heute noch eine der harmloseren Geschichten. Es liegt auch an uns selbst, diese Vorgänge nicht weiter zu tolerieren. Wir brauchen keine Zustände wie in Hütteldorf. Wir sind anders. Wir lieben unseren Verein und zeigen das durch positive Emotion. Das is es, was ich mir wünsche!
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