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Papa, komm her! Ich muss Dir was erzählen!

Unzählige Stunden und Nächte sind wir schon im Wohnzimmer gesessen und haben uns gegenseitig dafür bemitleidet, was für ein schweres Los wir als LASK-Fans doch gezogen haben. So manche Packung Zigaretten und so manche Kiste Bier mussten dabei dran glauben. Es ist auch immer wieder vorgekommen, dass plötzlich kein Bier mehr im Kühlschrank war und wir notgedrungen warmes Bier trinken mussten, nur um das dadurch entstehende Unwohlsein später mit einem Fernet auszugleichen.

Und weil wir eben nur selten etwas zu feiern hatten, mussten wir uns an frühere Erfolge erinnern. Aber das ist eigentlich gelogen – Du hast dich daran erinnert und mir davon erzählt und eigentlich waren es eh nur zwei Geschichten: Jene vom 3. Juli 1965, als Du mit dabei warst auf der Hohen Warte, wo sich der LASK den ersten und bisher einzigen Meistertitel seiner Vereinsgeschichte holte und jene vom Oktober 1985, als unsere Schwarz-Weißen Inter Mailand mit 1:0 besiegten.

Du hast diese Geschichten mit so viel Leidenschaft und Freude erzählt, dass ich sie anfangs gerne gehört habe. Später aber, als ich jeden einzelnen Satz schon mitsprechen konnte, entwickelte ich eine Aversion gegen diese Geschichten. Das habe ich ja nie zugegeben, weil diese Abneigung nur auf zwei Gründen beruht: Ich war neidisch, dass ich so etwas nicht miterleben durfte und mit jedem weiteren Jahr das verstrich wurde auch der Glaube daran kleiner, dass solche Momente wiederkehren würden.

Aber jetzt drehen wir den Spieß mal um, Papa – jetzt erzähle ich Dir eine Geschichte, die Du mir nicht glauben wirst. Ich war in dieser Saison schon zwei Mal auf der Gugl und obwohl es nun schon länger nicht mehr „unser“ Stadion ist, fühlte es sich doch wie heimkommen an. Beim zweiten Mal war es sogar besser als jemals zuvor, denn es war etwas Entscheidendes anders als bei den vielen Besuchen davor. Es waren keine 500, 2.000 oder 5.000 Menschen dort, nein das Stadion war AUSVERKAUFT.

AUSVERKAUFT, Papa – das war das letzte Mal, wann genau der Fall? Genau – gegen Inter Mailand 1985. Ja, Papa Du hast ja Recht – damals waren es mehr Leute und früher gegen den Wiener Sportklub sind die Leute hinterm Stadion auf die Bäume geklettert um das Spiel zu sehen. Aber da kann ja niemand was dafür, dass die Stadt Linz keinen Wert auf ein modernes Stadion mit größerer Kapazität legt. Deshalb kommt ja … Ach, lenk mich nicht ab – ich will Dir ja was ganz Anderes erzählen:

Es war wieder einer dieser magischen Nächte – eine Europacupnacht in Linz, bei dem ein ganz großer Gegner dem LASK gegenüberstand. Der türkische Spitzenclub: Besiktas Istanbul. Es lag ein ganz besonderer Duft in der Luft am Froschberg – es roch nach Sensation!

Ach komm, hör schon auf, Papa – natürlich ist Besiktas eine Spitzenmannschaft. Die war letztes Jahr im Champions-League-Achtelfinale, hat in den letzten drei Jahren 29 Europacupspiele bestritten und davon nur fünfmal verloren. In der Mannschaft spielen ehemalige Champions-League-Sieger, amtierende Europameister und Vizeweltmeister. Das ist inzwischen eine ganz große Nummer.

Weißt Du, was die Leute zu mir gesagt haben? „Ihr habt keine Chance gegen die. – Das ist nicht eure Kragenweite. – Da steht euch eine Abreibung ins Haus.“ Ich habe darauf nur geantwortet, dass es schon schön sei gegen so eine Mannschaft in einem Pflichtspiel antreten zu dürfen. Nach all dem was wir durchgemacht haben, könne es keine Abreibung geben, die uns umhaut. Wir würden es schaffen, diesen großen Abend zu genießen.

Natürlich habe ich insgeheim darauf gehofft, dass es uns gelingen wird die Türken aus dem Bewerb zu hauen. Ich habe mich das aber nur aussprechen getraut, wenn ich schon ein oder zwei Bierchen getrunken hatte. Die letzten Jahre haben uns geprägt, wir sind bescheidener geworden. Eine Tugend, die uns übrigens gut tut. Die Zeit der Luftschlösser, die unsere Präsidenten gebaut haben und in die wir nur zu gerne eingezogen sind, die sind vorbei. Es wird beim LASK weniger geredet, dafür mehr gearbeitet und das trägt Früchte.

Keine Ahnung, wie das beim Trauner war, Papa – dafür bin ich echt zu jung. Aber Du hast immer gesagt, dass war der letzte Vernünftige am Ruder des LASK. Wenn man diesen Vergleich zieht – ja, dann gibt es endlich legitime Nachfolger für ihn.

Aber zurück zum Thema: Wie gesagt, es roch nach Sensation und ich war von Stunde zu Stunde mehr überzeugt, dass wir ein Wunder erleben werden und in das Play-Off einziehen würden. Ich genoss die Atmosphäre, trank mit einem Bekannten noch ein gemütliches Bier und begab mich auf meinen Platz in Sektor 7. Das war einmal unser Revier in diesem Stadion, aber gestern war das leider anders. Da waren mehrheitlich Fans der Türken – nicht nur von Besiktas, sondern auch welche in Fenerbahce und Galatassaray-Trikots. Versteh ich auch nicht, Papa – war aber so. Ich habe mich mit ihnen auch unterhalten – es waren ja fast ausschließlich Austrotürken – und sie alle sagten mit Ergebnisse zwischen 5:0 und 10:0 für Besiktas voraus. Sie waren sich sicher, dass wir kein würdiger Gegner seien. Ihre Freude endlich erstmals ein Spiel ihres Lieblingsvereins sehen zu dürfen, hat anscheinend ihre Sinne getrübt – denn den besagten Geruch der Sensation schienen sie nicht wahrzunehmen.

Kurz vor Spielbeginn wanderte ich zwischen den Reihen etwas weiter Richtung Sektor 6. Ich wollte dann doch eher unter Gleichgesinnten stehen. Ja, Papa, STEHEN – es war wie früher, die Leute sind tatsächlich alle gestanden. Nein, es war sogar besser als früher, denn sie haben auch die Hühnerstangen ignoriert und sind wirklich gestanden!

Das Spiel an sich war einfach traumhaft. Ich sah elf Männer auf dem Platz, die alle bereit waren über sich hinauszuwachsen und alles für unseren LASK zu geben. Sie zwangen die Besiktas-Stars zu Fehlern, ließen diese nicht ins Spiel kommen und zwangen sie sogar dazu uns immer wieder mit Fouls zu stoppen. Auf den Tribünen kochte es von Beginn weg. Die Türken waren zwar laut, aber es war keineswegs ein Auswärtsspiel von uns. Da waren deutlich mehr die unseren, also den richtigen Schwarz-Weißen die Daumen drückten und sie auch lautstark anfeuerten. So etwas hast Du noch nicht gesehen – OK, OK ich nehme es schon zurück – habe ich noch nie gesehen beim LASK.

Nach 25 Minuten wurden die Türken deutlich ruhiger, da sie merkten, es wird nichts mit dem geplanten Kantersieg. Ein Weiterkommen hier in Linz setzt harte Arbeit voraus. Ich freute mich, als es nach 30 Minuten noch immer 0:0 stand und sinnierte schon darüber, dass auch ein 0:0 bereits ein Achtungserfolg wäre, obwohl ich innerlich noch immer spürte, dass an diesem Tag mehr möglich sein würde. Das spürten auch andere an diesem Tag, denn er Weg zur Kantine war frei – es stellte sich kaum jemand an – noch ganz anders als drei Wochen zuvor gegen Lilleström. Alle 14.000 waren auf das Spiel fokussiert.

Wir wurden auch belohnt, denn in der 41. Minute kam Joao Victor im Strafraum an den Ball und schob den Ball mit dem linken Fuß ins lange Eck. Der LASK führte plötzlich mit 1:0. Da löste sich etwas in mir, dass sich über Jahre angesammelt hatte. Ich konnte meine Bewegungen nicht mehr kontrollieren, war völlig außer Rand und Band und musste minutenlang nur hüpfen. War das wirklich wahr, oder würde ich träumen. Falls Zweiteres zutreffen sollte, dann würde ich niemals mehr aufwachen und einfach weiterträumen wollen. Dass es wirklich wahr war, realisierte ich nur kurz darauf, als Ranftl die Hundertprozentige Chance auf das 2:0 ausließ. Dass die gut 4.000 türkischen Fans auch im Stadion waren, konnte man zu diesem Zeitpunkt kaum wahrnehmen.

Das sollte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit aber ändern. Es gab dann doch ein paar Organisierte, die sich in der ersten Hälfte in Sektor 3 – also hinter dem Tor breitgemacht haben. Die wurden in der Pause von der Polizei in den Sektor 8 beordert. Das ist eigentlich der Auswärtssektor, den es an diesem Abend aber nicht gab und dann doch irgendwie zu einem solchen wurde. Wie auch immer – diese Personen schafften es, die anderen Besiktas-Fans noch einmal mitzureißen und die Stimmung anzukurbeln. Die LASK-Fans waren logischerweise in keiner Phase leiser geworden und so herrschte plötzlich ein richtiger, stimmungsvoller Europacupfight.

Dessen Höhepunkt war aber noch nicht erreicht, denn so 25 Minuten vor Schluss passierte es tatsächlich. Dominik Frieser brachte den Ball ein weiteres Mal im Netz unter und damit führte der LASK plötzlich mit 2:0. Zu diesem Zeitpunkt stand der LASK mit einem Bein im Play-Off und für die Star-Elf von Besiktas drohte die Europacupsaison bereits früh zu enden. Das Gefühl aus der ersten Hälfte wiederholte sich. Wieder konnte ich minutenlang nur springen und meine Gefühle nicht wirklich kontrollieren. Mir war zwar bewusst, dass der Weg noch ein weit sein würde, aber das Wunder war zum Greifen nah. Eine wirkliche Sternstunde in der Vereinsgeschichte des LASK – so schien es zumindest.

Die ersten Türken hatten bereits das Stadion verlassen, die restlichen noch anwesenden schon den Glauben an ihr Team verloren, als ich plötzlich zu zweifeln begann und den Satz „Es wäre so typisch LASK, wenn wir jetzt noch ein Tor bekommen würden“ aussprach. Keine 30 Sekunden später hatte Negredo den Ball ins Netz befördert. 90. Minute – erster Schuss auf das Tor des LASK und dennoch waren wir wieder die Idioten.

Leere, nichts als Leere verspürte ich nach dem Schlusspfiff und doch sagte mir irgendwas, dass ich jetzt nicht einfach gehen darf. Ein Gefühl, das auch viele andere hatten. Denn die meisten blieben im Stadion um die Mannschaft zu feiern, um sie aufzurichten, um ihnen zu zeigen, dass wir stolz auf sie sind.

Ja, Papa, es hat sich in diesem Moment wie eine Niederlage angefühlt, auch wenn wir mit 2:1 gewonnen haben. Das mag 1985 anders gewesen sein, weil es ja das Hinspiel war. Aber auch damals habt ihr einen Sieg gefeiert, der mit dem Rückspiel letztendlich in eine Niederlage mündete. Ich habe endlich meine Geschichte, die ich vom LASK erzählen kann. Eine heroische Nacht, in der ich dabei war. Ein (Meister)Titel fehlt zwar noch, aber wir wollen ja nicht unbescheiden sein.

Du hast Deine Geschichten, ich habe die Meinige. Was uns fehlt ist eine gemeinsame Geschichte. Die besteht nämlich hauptsächlich aus Zweitligajahren. Das Letzte, dass Du vom LASK mitbekommen hast war der Absturz in die Bedeutungslosigkeit – der Absturz in die Regionalliga.

So sitze ich nun alleine da, mitten in der Nacht wenige Stunden nach dem historischen Spiel und in meinem Kopf wechseln sich Frust und Stolz ab. Rauchen tu ich nicht mehr, das Bier ist kalt – was gut ist, denn Fernet hätte ich keinen hier. Wir haben schon ein schweres Los gezogen, indem wir LASK-Fans geworden sind.

Aber weißt Du, genau deswegen habe ich beschlossen diesen Moment dennoch zu genießen. Durch dieses Los haben wir gelernt, dass der Weg nach oben ein weiter ist, man aber schneller als man denkt, wieder in den Niederungen landet. Mein Gefühl sagt mir zwar, dass wir jetzt an dem Punkt sind, an dem wir länger oben bleiben – aber Garantie dafür gibt es keine.

Also: Schwarz und Weiß ein Leben lang! – Auf den LASK! – Prost!

 

Alle oder keiner?

Die obige Frage war ursprünglich ein Ausrufesatz und ebendiesen mussten sich einige der Treuesten der treuen LASK-Fans am vergangenen Freitag in Wels nach Schlusspfiff von Trainer Oliver Glasner gefallen lassen.

Nachdem die aktive Szene die Mannschaft nach deren Sieg zurecht feiern wollte, in Thomas Gebauer aber einen Partychrasher erblickte, wollte man diesen wegschicken.

 

Mein Vater hat mir mal erzählt, dass die Menschen in Österreich Vieles vergessen (wollen).

Er hat das in Bezug auf Wahlversprechen der Politiker vor Wahlen bezogen, die die Wähler bis zur nächsten Wahl wieder vergessen.

 

Einleitende Frage hat mich zum Nachdenken gebracht.

Ich glaube mein Vater hat Recht.

Anders kann ich es mir nicht erklären, warum sich plötzlich niemand an Thomas Gebauer zu stoßen scheint, dieser verteidigt wird und sogar Solidarisierungsprozesse in Gang gesetzt wurden.

 

,,Die Liga ist zweitrangig, mein Herz hängt an der SV Ried und ich möchte in Österreich für keinen anderen Verein spielen.“

 

Diese Aussage tätigte Gebauer am 31.März 2017 in den Oberösterreichischen Nachrichten.

Es war dieselbe Person, die in einem Derby Ried : LASK den LASK-Anhängern den ausgestreckten Mittelfinger entgegenstreckte.

Datum + Beweisphoto des Vorfalls lassen sich bedauerlicherweise nicht mehr eruieren.

Auch Gebauer war es, der bis noch vor ein paar Tagen mit seinem Ried-Auto, das von Daxl gesponsert wird, zum LASK-Training hin- und hergondelte.

 

Heute wird er von Vielen gefeiert, denn er hat ja ein LASK-Leiberl an.

Randnotiz: Ein LASK-typisches grün war’s bei seiner Spielerpräsentation.

 

Mit LASK-Leiberl ist er also einer von uns.

Im Umkehrschluss bedeutet das also, egal was einmal war, sobald man sich ein LASK-Leiberl drüberstreift, ist alles andere Schnee von gestern.

Die Schwerkraft scheint außer Kraft gesetzt, die Sonne dreht sich um die Erde.

 

Vielleicht sehen wir ja auch schon bald Peter-Michael Reichel, seinerzeit ungeliebter und verhasster LASK-Präsident, für Schwarz-weiß auflaufen.

Ich bitte dann aber ihm Respekt entgegenzubringen, denn er hat ja dann ein LASK-Leiberl an.

 

Was mich bedenklich stimmt, ist die Tatsache, dass Worte von gestern heute nichts mehr zu zählen scheinen.

Was mich noch bedenklicher stimmt, ist die Tatsache, dass die LASK-Fans nun in zwei Lager gespalten werden: Fraktion Pro-Gebauer und Fraktion Anti-Gebauer.

 

Ich stelle die Behauptung auf, das alles hätten die Entscheidungsträger des Linzer ASK’s voraussehen können.

Das die Verpflichtung Thomas Gebauer’s für Unruhe und Zwist untereinander sorgen wird, hätte wohl auch eine Wahrsagerin am Urfahranermarkt erahnt.

 

Eines vorweg:

Als am 24.Dezember 2013 die Freunde des LASK unseren geliebten Verein von der Geiselhaft eines Diktators namens Reichel übernommen haben ist aller Ehren wert.

In weiterer Folge haben die „Freunde‘‘ den LASK auf eine gesunde, solide Basis gestellt und bis in den Europacup geführt.

Ich und wir sind ihnen zu ewigem Dank verpflichtet.

 

Kritik ist aber in einem demokratischem System wünschens- und erstrebenswert.

Daher ist die Rettung des LASK’s auch kein Freibrief bis in alle Ewigkeit.

 

Es gibt einige Entscheidungen, die ich für nicht gut befinde und mich in eine sorgenreiche Zukunft des LASK‘s sehen lassen.

 

Kooperation in Form von “Freundschaft“sspielen mit Red Bull, de facto keine Amateurmannschaft mehr, gelbe Raika-Ärmel auf der LASK-Wäsch, Zukauf aktiver/ehemaliger Vereinslegenden der Konkurrenz, aktive LASK-Kicker in fremder Vereinsdress sollen hier nur einige Beispiele sein, um den Rahmen nicht zu sprengen.

 

Ich denke es ist jetzt die Zeit gekommen, um über Identität und Werte zu sprechen.

Vereinswappen, Vereinsfarben und Vereinsname sind identitässtiftende Merkmale eines Fußballvereins, um sich von anderen Vereinen abzuheben.

 

Und es ist eben nicht egal als LASK-Spieler mit fremder Vereinsdress in der Freizeit kicken zu gehen.

Man stelle sich einmal vor ein Mitarbeiter einer Linzer Baufirma läuft in seiner Freizeit mit einem Leiberl einer tschechischen Konkurrenzfirma herum und der Chef bekommt Wind davon.

Der Aufschrei in der Branche wäre groß.

 

Umso bemerkenswerter finde ich die Reaktion Otubanjo’s sich nach dem zu recht gezeigten Spruchband öffentlich für diesen Fauxpas zu entschuldigen. Ein Schritt in die richtige Richtung.

So manch einer kann sich davon eine Scheibe abschneiden.

 

Abschließend wünsche ich mir vom Christkind, dass eine Bewusstseinsschärfung in Gang gesetzt wird, in der Spieler aus Oberösterreich nicht mehr wie Schachfiguren herumgeschoben werden und sich so manch einer wieder auf traditionelle Werte rückbesinnt.

 

Die LASK-Dress zu tragen ist eine Ehre, die nicht jedem zu teil wird.

Das sollte in diesen Tagen jedem wieder ein bisschen bewusster werden.

Verständliche Aktion nach der Verpflichtung von Thomas Gebauer

Anscheinend wurde niemand von irgendwelchen guten oder schlechten Geistern verlassen. Wenn diese Aktion schon den Bogen überspannt, lief man die letzten dreißig Jahre als LASK- Fan mit verbundenen Augen durch die Prärie. Dass ein Schriftzug auf einer Wand für so viel Ärgernis sorgt und als prophezeiter Weltuntergang initiiert wird, schlägt dem Fass den Boden aus. Natürlich kann man über die Wortwahl, den Text an sich und den dafür gewählten Ort streiten und das alles verachten, jedoch handelt es sich bei weiten um keinen Skandal.

Unverständliche Aktion nach der Verpflichtung von Thomas Gebauer

Sind denn jetzt alle von allen guten Geistern verlassen? Als alter Fuchs in der Fanszene des LASK habe ich schon viel erlebt, das eine oder andere Scharmützel mitgemacht, aber das hier überspannt den Bogen. Mittlerweile ist es ja sowieso angekommen, wie so mancher über die Verpflichtung von Gebauer denkt - jeder hat das Recht auf seine Meinung. Aber ist es wirklich notwendig, den Hausfrieden zwischen Verein und Anhängern so anzukratzen? In den letzten vier Jahren wurde so viel aufgebaut und der Verein schenkt uns enormes Vertrauen.

Stellungnahme der "Landstrassler" zur Situation im Nachwuchsbereich

Für lautes Murren und auch Unverständniss sorgte ein Interview das uns Franz Mayr (sportlicher Leiter und Präsident des FC Juniors OÖ) gegeben hat. (Hier zum nachlesen => FC Juniors OÖ - die Talenteschmiede des LASK ... ) Es kam dabei rüber, also ob es doch egal ist, als welcher Verein der Nachwuchs auftritt, es gehe doch am Ende nur um das Wohl des LASK. Das kam dann alles andere als gut an und unser LASK Historiker Günther Waldhör stellte in seinem Blog gleich mal klar dass das nicht so ist ( Hier zum nachlesen ==> LASK oder FC Juniors - EGAL? ) ... Nun gibt tut auch die aktive Fanszene ihre Meinung zu diesem Thema kund und auch sie schlagen in die selbe Kerbe.  Hier die Aussendung im Wortlaut:

 

Vielleicht ist es einigen aufgefallen, dass beim letzten Bundeligaheimspiel gegen den WAC breite Teile der Nordtribüne nicht in die halbzeitlichen Jubeltiraden rund um den Aufstieg “unserer” Amateure eingestiegen sind. Das liegt nicht etwa daran, dass die Spieler besondere Ungustln wären oder man ihnen diesen Erfolg nicht gönnen würde. Ganz im Gegenteil, sicher haben sich die Jungs für das Geleistete jegliche Wertschätzung verdient. Der Grund ist, dass der Aufstieg paradoxerweise einer Abschaffung der zweiten Mannschaft gleichkommt.

Schon seit Jahren ist man unglücklich mit den Strukturen im Nachwuchsbereich. Sicher nicht wegen schlechter sportlicher Arbeit oder mangelndem Herzblut der Beteiligten. Die unsägliche Kooperation mit Pasching und später in anderer zweifelhafter Konstellation macht es einem schon seit geraumer Zeit schwer, die künftigen Helden dieses Vereines so zu unterstützen, wie man es gerne täte. Das Wappen und der Name eines anderen Vereines auf unseren Dressen ist für uns inakzeptabel.

So entschied man sich als Landstrassler schon in den letzten Jahren schweren Herzens dazu, Spiele der zweiten Mannschaft nicht zu besuchen. Besucht und auch aktiv supportet wurde hingegen so manches Spiel der Jugendmannschaft; dort wo der LASK gelebt wurde. Der Schulterschluss zwischen Jung und Alt und die generationenübergreifende Identifikation sind für uns Grundpfeiler von Vereinsleben. In der Hoffnung das guten Gewissens auch bald wieder über alle Bereiche voll ausleben zu können, machte man lange gute Miene zum bösen Spiel.

Wie nun bekannt, fährt der Zug aber in eine gänzlich andere Richtung und ist dabei auch schon abgefahren. Ab kommender Saison gibt es also keine zweite Mannschaft des Linzer ASK mehr. Künftig wird der Nachwuchspool mehr oder weniger von einem Konstrukt verkörpert, das auf den knackigen Namen “FC Juniors Oberösterreich” hört. Nicht nur im Namen ist das LASK gestrichen, auch sonst hat der neue Verein nichts mehr mit dem Stolz von Oberösterreich gemein. Die Überlegungen dahinter mögen finanzieller und taktischer Natur sein. Dahingehend maßt man sich kein Urteil an; wenn auch man hier skeptisch sein darf. Verkomplizierte Strukturen, Konstellationen um Kooperationsspieler und Sonstiges scheinen einem nicht zukunftsweisend. Unterm Strich handelt es sich um Umgehungspolitik mit dem Ziel sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Das erinnert verdächtig an das oft kritisierte System Liefering und sollte für einen Traditionsverein mit einem gewissen Wertekanon eigentlich tabu sein.

Die zweifelhaften Vorteile wiegen in jedem Fall nie den damit einhergehende massive Verlust des Identifikationsfaktors in einem Bereich, in dem gerade Anknüpfungspunkte an gewachsene Vereinsbilder immens wichtig sind, auf. Es ist eben für einen Elfjährigen nicht egal, für welchen Verein er spielt. Davon kann man sich bei den Spielen der Jugendauswahlen selbst überzeugen Letztlich geht es hier auch um Präsenz- und Prestigefragen den Verein betreffend.

Es ist klar, dass dieser neue Verein für uns nichts mehr mit dem Linzer ASK gemein hat und wir von Besuchen dessen absehen werden.

Konsequenterweise gilt das auch im Jugendbereich, wo man sich immer wieder gerne einbrachte. Da wo LASK draufsteht und auch wirklich LASK drinnensteckt, wird man sich auch weiter engagieren. Konkret heißt das, dass man jene Altersstufen, die auch weiterhin vom LASK selbst gestellt werden nach wie vor punktuell besuchen und auch anderweitig unterstützen wird. Allerdings wird man darauf achten, sich dabei nicht der Mittäterschaft beim Etikettenschwindel schuldig zu machen.

Es tut uns leid, in dieser Situation differenzieren zu müssen, da wir wissen, dass bei Betreuern wie Spielern – egal unter welchem Stern sie gerade auflaufen – die große Begeisterung für den LASK omnipräsent ist. Dass hier künstlich Grenzen gezogen werden, kann nicht im Sinne von Fans und Verein sein.

http://www.landstrassler.at/?p=2649

 
Zur Info der LASK stellt in dieser Saison folgende Nachwuchsmannschaften: U14, U9, U8, U7, U6 als LASK
 
U16, U13, U12, U11, U10 als Juniors OÖ

 

"Ist Gott rund?" - Vortrag von Günther Waldhör

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An dieser Stelle eine Ankündigung in "eigener Sache". Unser LASK - Historiker Günther Waldhör, im "Brot Beruf" Religionslehrer,  hält am Mittwoch Abend einen Vortrag zu einem Thema "Gott und Fußball". Und weil der LASK ja unsere Religion ist, und der in diesem Vortrag des Öfteren genannt wird, ist dieser Abend sicher für dein einen oder anderen von euch von Interesse. 
 
"Ist Gott rund?
 
 
Über das wundersame Verhältnis von Religion und Fußball
 
Wenn die Anhänger zum Stadion pilgern, um die heiligen Farben des geliebten Vereins zu verehren, hoffen sie, dass ihnen der Fußballgott heute gnädig ist und ein Fußballwunder geschieht, von dem man bis in alle Ewigkeit sprechen wird.
Aus Sicht des treuen Fans einer Fußballmannschaft ist sein Verhältnis zum Fußballverein durchaus vergleichbar mit einer Religion. Wie stehen in dieser Frage Gefühl und Verstand zueinander? Ist das nicht heil-los übertrieben? Und was hat Gott mit dem Fußball wirklich zu tun? Diesen und vielen anderen spannenden Fragen geht der leidenschaftliche Fußballfan und Religionslehrer Günther Waldhör in seinem Vortrag mit vielen Bild- und auch einigen Hörbeispielen nach und lädt auch zur Diskussion darüber ein."
 
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Europa wir kommen

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28. September 1999: Der LASK verliert im UEFA-Cup mit 2:3 gegen Steaua Bukarest. Das ist 19 Jahre her. Danach folgten dunkle Zeiten: Sportlicher Niedergang, Finanzkollaps, Zwangsabstieg. Doch mit dem heutigen Tag ist all das vergessen! EUROPAPOKAL, DER TRAUM WIRD REAL!

Problem Pauschalisierung – oder wie einzelne Idioten den Ruf einer Fanszene nachhaltig ruinieren können

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Übermorgen trifft unser LASK auf den SK Rapid Wien. Die Hütteldorfer plagen neben den sportlichen Problemen auch Sorgen mit den Fans. Uns hat zu dieser Thematik ein Gastkommentar erreicht. Ein Text über den Boulevard, Proleten und Enzephalpygmäen.
 
 
Drei Schritte. Google öffnen, „Fan-Skandal Rapid Wien“ eingeben, die Ergebnisliste ansehen. Wenn man jetzt alles für bare Münze nimmt, was die schreibende Zunft zuletzt auf ihre Titelblätter und Startseiten ejakulierte, könnte man meinen, das schmucke neue Stadion der Grün-Weißen aus dem Westen der Bundeshauptstadt sei ein Krisenherd, der seinesgleichen sucht und den man am ehesten wohl in Ländern wie Syrien oder Afghanistan findet. Medien aller Art und Herkunft schreiben sich seit Wochen die Finger wund über die Anhängerschaft des zweifelsohne populärsten Klubs der Republik. Von Terror ist die Rede, von Gewalt-Exzessen und darüber gestreut wird den Fans noch Homophobie und nicht zuletzt Dummheit vorgeworfen. Das bringt Klicks, das steigert die Auflage. Sachliche Analysen der Situation muss man dann schon etwas genauer suchen. Doch wozu? Die meisten haben sich ihre Meinung bereits bilden lassen von jenen, die dafür bezahlt werden, Informationen zu verarbeiten und wohlportioniert in reißerischen Artikeln der hungrigen Meute vorzusetzen.
 

Die Zuschauermassen .... bleiben aus

3.900 zum Früjahrsauftakt ist einfach inakzeptabel! Da brennt man drauf dass es wieder los geht - nach ca. 2 Monatiger Winterpause spielen die Athletiker wieder und das noch dazu "zu Hause" - und es kommen nur 3.900 Fans/Zuschauer ins Stadion. Wenn es ein XY-Spiel gewesen wäre, wären dann nur 3000 gekommen? Potential hin, Pasching her - wenn sich nur 3.900 dazu motivieren können zum LASK zu gehen, müssen wir unseren Anspruch hinsichtlich Zuschauermassen wohl etwas zurückschrauben. Egal was passiert ist, die Reichel Zeit ist nun schon einige Zeit her, wir sind in der Bundesliga - also wo sind nun alle? Mir ist schon klar dass es jahrelange mühselige Arbeit ist wieder eine Fanbase von sagen wir mal 10.000 aufzubauen. Aber ich sehen es einfach nicht, dass in den nächsten 5 Jahren (International mal abgesehen), wir unseren Schnitt nachhaltig großartig steigern. Die Mannschaft leistet Großartiges, ebenso die Fans - der Verein steht gut und sympathisch da wie schon lange nicht. Es interessiert einfach nicht mehr Leite zum ASK zu gehen.

Mir fehlen da einfach auch die Familien die sagen ich geh schon seit 30 Jahren zum LASK und egal was ist, ich/wir gehen zum LASK - die gibt es bei uns nur mehr in Ausnahmefällen. Und die gegen Rapid kommen sind halt Eventkonsumenten, die kommen wegen dem Event/Highlight und weil's inn ist, ist auch gut so - aber steigert langfristig nicht unsere Fanbasis. Da braucht es vom Verein noch etwas mehr vl. - aber auch jeder dem der LASK irgendwie berührt (und das sind laut FB mehr als 30.000 Leute). 

Bei uns gibt es immer andere Ausreden, Reichl, Gugl, Urlaub, Kronefest, Pasching, Parkplatz - das ist doch alles Schwachsinn - wenn mir der LASK wirklich was bedeutet dann gehe ich hin. Und von diesen Menschen gibt es anscheinend keine 3.000 mehr. Ob da ein neues Stadion alleine hilft (auch langfristig)? Der Verein muss noch viel mehr auf diesem Sektor arbeiten, und auch wir Fans. Wenn das Waldstadion bebt, alle mitmachen, eine Einheit sind - da bin ich mir sicher kann man die Leute auch leicht zu LASKlern machen. 

Aber um mich nicht falsch zu stehen, Masse ist nicht alles - lieber steh ich mich 100 coolen Leuten im Block als mit 2.000 Arschlöchern! Mir geht es eher darum dass noch immer viele der Meinung sind, LASK der schlafende Riese, der LASK hat das zweit meiste Fanpotential in Österreich. Das habe ich auch immer wieder vorgekaut bekommen und war auch überzeugt davon - aber in meiner 22 jährigen Stadionzeit - wann war das wirklich nachhaltig so? Wenn ich ehrlich bin nie! Potential alleine füllt halt auch kein Stadion. Deshalb muss ich irgendwann akzeptieren dass dies alte Geschichten sind, wir aber nicht mehr die Massen bewegen wie früher! Aber trotzdem der ASK ist und bleibt der geilste Klub egal in welcher Liga und egal vor wie vielen Zuschauern!

harryASK aus dem austriansoccerboard

Die Freifahrt nach Oberpullendorf

Auch dieses Jahr durften sich die Jung-Fohlen aus Linz mit zahlreichen österreichischen Bundesligisten, aber auch mit zwei Mannschaften aus Ungarn messen. Die Anreise von Linz aus ins Mittelburgenland erwies sich, was für einen Samstagvormittag eine Seltenheit ist, als entspannter als erwartet.

Die Strecke Linz-Wien-Oberpullendorf dauerte etwa 2,5 Std Fahrzeit. Noch etwas ermüdet begannen die Burschen, unter Aufsicht des Coach Mirza Jasarevic, selbstständig aufzuwärmen. Es schien alles entspannt und professionell zu sein und die Spieler waren voll auf das erste Spiel gg Illes AKA-Haladas Szombathley fokussiert.

Es war gleich zu beginn ein sehr starkes und körperbetontes Fussballspiel, der Ball befand sich Anfangs immer wieder in der ungarischen Spielhälfte, jedoch wurde stark seitens der Illes AKA-H.S. dagegen "gehalten". Der Qualitätstest der Linzer Ausrüstung wurde somit auf die Probe gestellt und hat den Test erfolgreich bestanden. Trotz des 2:0 Vorsprunges der Linzer, schien es in deren Köpfen noch 0:0 zu stehen und es konnten zahlreiche Chancen herausgespielt werden. Dennoch waren die wichtigen drei Punkte über das gesamte Spiel hinweg ungefährdet, da die Schwarz-Weißen früh das Aufbauspiel der Ungarn störten.

Im zweiten Spiel warteten die Kids vom GAK aus Graz auf die Jungs von Coach Mirza Jasarevic. Der Gegner war eine sehr faire und absolut sympathische Mannschaft, mit spielfreudigen Ansätzen. Die Zuseher durften sich über ein interessantes Spiel beider Mannschaften freuen. Unzählige Chancen konnten seitens der Stahlstädter rausgespielt werden, aber leider wollte das Runde nicht so wirklich ins Eckige. Am Ende durften sich die laufstarken Linzer über einen 3:2 Sieg freuen.

Während der Mittagspause war unsere Gemeinschaft hellwach und fieberte dem dritten Gruppenspiel entgegen. Die Einstellung der Mannschaft, des Trainers und der mitgereisten Eltern spiegelte das Motto „NUR DER ASK“ wieder und so bereitete man sich gemeinsam auf den nächsten Gegner, der keine geringer als der Rekordmeister war, vor. Während dem extrem starken Spielbeginn gegen die Grün-Weißen aus Hütteldorf wirbelten die Schwarz-Weißen die Wiener so richtig durch. Bei hervorragenden Spielzügen, mit teilweise Ein-Kontakt-Spiel, glänzte das Wappen der Linzer förmlich an der Brust. Und das so lange, bis den Wienern der 2:1 Anschlusstreffer gelang. Dann geschah etwas, was oft im Fußball passiert "bringst du das Runde nicht ins Netz - tuts da Gegner für dich" und so knallten die Grün Weißen aus allen Lagen den Ball ins Linzer Tor. Ruckartig stand es in wenigen Minuten 2:3 aus Sicht der Linzer. Auch das schnelle 3:3 und viele unzählige Chancen konnten leider nicht helfen und so wurde jeder der darauffolgenden Schüsse der jungen Rapidler zu Toren umgewandelt. LASK Trainer Jasarevic versuchte noch in der Offensive sowie in der Defensive das Team zu stabilisieren, jedoch leider ohne zählbaren Erfolg. Kein einziger LASK-Spieler senkte seinen Kopf, jeder wollte, aber leider zwecklos. Vier Weitschüsse auf das Tor der Linzer reichten und so musste sich der Linzer ASK mit einer bitteren 3:7 Niederlage geschlagen geben.
Doch trotz der hohen Niederlage, konnte man weder den Spielern noch dem Trainer die Enttäuschung ansehen, da sich das ganze Team spielerisch nichts vorzuwerfen hatte. Das faire Abklatschen nach dem Spiel zeigte die Größe der Mannschafft und die Spieler konzentrierten sich umgehend auf den nächsten Gegner.

Auf- oder Abstieg - das Spiel gg SC Operpullendorf Juniors
Im letzten Spiel der Gruppenphase durften sich die Linzer mit dem Gastgeber messen. Sehr zurückhaltend begann die Heimmannschaft und sie wollten durch gutes Stellungsspiel die Linzer bändigen. Die wiederum sehr lebendig wirkenden Schwarz-Weißen ließen sich davon nur bedingt beeindrucken und schnell konnte erkannt werden, dass der Gegner sein Glück im Konter versuchte, was auch so zu erwarten war, da dem SC Operpullendorf nur ein Punkt für das Halbfinale reichte. Durch langsamen und sicheren Spielaufbau der LASKler wurden immer wieder die Bälle mit Erfolg in die Tiefe gespielt, wodurch die offensiven Abnehmer den 2:0 Sieg fixieren konnten. Der bedeutete somit den zweiten Platz, der wiederum das Ticket für die Linzer ins Halbfinale bedeutete.

Das Halbfinale
Was für eine starke Mannschafft der LASK hat, zeigte sich beim Halbfinalspiel um 16:00 Uhr gegen Sturm Graz. Alle aus Linz waren schon seit etwa 5:00 Uhr auf den Beinen, doch die Müdigkeit machte sich nur bei den Zusehern bemerkbar. Die LASKler waren immer noch spritzig und hungrig, dass sie sich nicht einmal vom 0:1 aus der Ruhe bringen haben lassen. Der Wille war es, der ihnen die nötige Motivation gab um dann schlußendlich das 0:1 in ein 3:1 verwandelte. Auch in diesem Spiel versuchte Trainer Jasarevic die Kräfte gerecht aufzuteilen und so konnten alle Jungs, wie in den Spielen zuvor, mit Freude und Einsatz aufspielen.

Das Finale
Da halte ich mich sehr kurz, fairerweise muss gesagt werden, dass Admira Wacker durch die viel kürzere Anfahrt (rund 40 Minuten) doch frischer ins Finale gegangen sind als ihre Alterskollegen aus Linz. Das glücklichere, aber auch bessere Team, hat sich den Sieg im Finale verdient. Während dem letzten Spiel des Tages war die Müdigkeit auch definitiv bei den Spielern angekommen, da der Kraftaufwand im Spiel zuvor doch viel höher als vielleicht angedacht war. Aber es sind 12 jährige Kinder, die sich trotz 0:3 gleich im Anschluss über den tollen zweiten Platz freuten. Die Jungs umarmten sich nach dem Spiel nochmal, gratulierten dem Sieger des Turniers und verabschiedeten sich wie faire Sportler.

Bei der Siegerehrung wurden die jeweiligen geehrten Mannschaften großartig und lautstark von allen anwesenden Eltern, Zuseher und Spielern würdig gefeiert. Dankbare Worte fielen auch an die jeweiligen Trainer und der Konkurrenzkampf von zuvor war wie vergessen. Denn im Nachwuchs zählt der Fortschritt und nicht die Plazierung. Vielleicht muss es nicht jeder verstehen aber die Steigerung des einzelnen und der Fortschritt der Mannschaft ist die Zukunft vom Team. Dafür werden die Kinder den Trainern und Eltern in Zukunft dankbar sein.

Die Torjägerkrone konnte sich ein talentierter Spieler aus dem Nachwuchs der Grün-Weißen sichern und die wenigsten Gegentore erhielt der Tormann aus der Südstadt. Besonders erfreulich war die Verleihung des Titels "Bester Spieler des Turnieres", den sich ein LASKler sichern konnte.

 

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