Ein wehmütiger Blick zurück - ein freudiger in die Zukunft

In Wahrheit ist das Fußball-Trainer-Leben ganz schlimm. Eine Saison dauert mit ihren  Höhen und Tiefen ganz lange und gleichzeitig geht sie so rasant schnell vorbei. Man versucht langfristig zu planen und weiß selbst im April nicht mal, was man im Juni macht – eigentlich ein typisches Spiegelbild unserer Zeit.
 
Für mich persönlich, da möchte ich etwas ausholen, war es eine persönliche Geschichte, warum ich mein Engagement nach nur einem Jahr wieder beendet habe. Das Jahr beim LASK war echt toll und, obwohl ich ein heimlicher Casino/Wüstenrot/Austria Salzburg-Sympathisant bin, bin ich mittlerweile zum LASK-Fan geworden. Entscheidend war halt einfach die Zeit die drauf geht (Thema Fahrerei und Stau) und der fehlende Nervenkitzel. Es ist, trotz der ganzen Romantik (Mythos LASK), einfach auch wieder was anderes, seine Spiele vor 300-500 Zusehern zu bestreiten und um Abstieg, Aufstieg usw. zu kämpfen – dazu nachher einfach auch die Gesellschaft zu genießen.
 
Respekt möchte ich aber auch nochmals meinen Kollegen und generell dem Oliver zollen, denn die machen, trotz der Umstände (Infrastruktur usw.),  echt einen sehr engagierten und bemühten Job und, was mir persönlich taugt, zu einigen hat sich auch eine gewisse Freundschaft und nach wie vor ein reger Austausch ergeben, wovon wir im beiderseitigen Interesse profitieren.

Das Potenzial, welches im LASK schlummert, ist echt enorm und vor allem getragen und gestützt durch Fußballromantiker (u.a. Günther Waldhör ;)), die so viel Herzblut investieren und in Wahrheit einen Verein wie den LASK nie aussterben lassen. Die Investitionen der „Freunde des LASK“ sind ja auch „nur“ getragen durch persönliche Sympathie dem LASK und seiner Geschichte gegenüber und diese Sympathie wurde irgendwann einmal ausgelöst und wird übertragen und gewissermaßen vererbt – sehr philosophisch und romantisch, aber genau dies macht den/die Traditionsverein/e bzw. „unseren“ LASK aus – HERRLICH!
 
Mit den Jungs bin bzw. bleibe ich weiterhin in Kontakt und werde mir auch, wenn es meine Zeit erlaubt,  einige Spiele ansehen (1 ½ konnte ich mir mittlerweile schon ansehen). Mich freut es auch sehr, dass die Jungs nun wieder zwei sehr engagierte, und, dem ersten/zweiten Eindruck nach, kompetente Trainer gekriegt haben, die sie auf ihrem Weg weiterhin begleiten werden. Leider werden sich irgendwann die Wege aller einmal trennen (da ist m.M.n.  noch eine große Lücke beim LASK – Thema <Auffangbecken>), doch hoffe ich dann, dass die Burschen auch für’s Leben dazugelernt haben.
 
Dir und dem ganzen Team von seit1908.at danke ich recht herzlich für die sehr angenehmen Gespräche, das unbezahlbare Engagement das ihr aufbringt und auch für die Weitergabe des LASK-Virus, der auch mich infiziert hat J.
 
Sollte es deine/eure Zeit mal irgendwann erlauben, so würde ich euch natürlich auch sehr gerne im wunderschönen Wartberg zu einem Match einladen. Neben dem Sportverein und der typisch-mühlviertlerischen Feuerwehr haben wir auch tolle, sehr stressfreie Wanderwege in der sehr idyllischen Aist-Region ;).
 
LG aus Wartberg, Tragwein und Mauthausen (ABC)
 
Manuel 

 

Manuel Mayrhofer, ein Jahr lang Trainer der U-16 der SPG LASK / Pasching und nun wieder Trainer einer Kampfmannschaft, schreibt über seine Zeit beim LASK und macht sich Gedanken über den „Mythos LASK“.
Der Text ist ursprünglich eine Mail-Antwort an unseren  seit1908.at - Redakteur  Günther Waldhör.
Dieser hatte sich im vorangehenden Mail von ihm verabschiedet, sich für die sehr gute Zusammenarbeit bedankt und ihm alles Gute gewunschen.

 
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