Das Wort mit B

An meine Stahlstadtkinder, jene des Zentralraums, der rauen Hügel des Mühlviertels, dort wo sich im Kremstal die Berggipfel abzeichnen oder im Seengebiet das Wasser im November schon so still ruht.

Heute, dieser 7. November, ist ein guter Tag.  Spürt Ihr dieses Knistern in euren Leibern, wenn ihr an heute Abend denkt? Ja, es ist wieder Europacup-Zeit. Jenes Wort, das mit B beginnt. Aber nicht Belastung, das haben andere für sich gepachtet. B wie Belohnung für jahrelange harte Arbeit am Platz, für jahrelanges Ausharren im Glauben an bessere Zeiten auf den Tribünen. B wie Believe, dass man auch als antiquierter Klub ein modernes Fußballmärchen schreiben kann. B wie Bestimmung, dass jeder heute die schwarz-weißen Farben vom Aufwärmen bis zum Auslaufen in exstatischer Weise nach vor brüllt und nicht weniger fertig zu sein hat als die Spieler, die notfalls jeden Quadratmeter in diesem Oval umpflügen müssen, um etwas Zählbares mitzunehmen.

Liebe Athletiker, das heutige Spiel besteht aus mehr als den 22 Akteuren, die einem Ball nachjagen. Es ist die Gelegenheit, die vier Buchstaben, die uns allen viel Geld, Schweiß, Tränen und Nerven in unserem Leben gekostet haben, an Europas schwarzes Brett zu nageln. 

Ölt eure Stimmbänder, brüllt von mir aus schon den Arbeitskollegen die Aufstellung entgegen, trommelt unsere heißen Rythmen beim ersten Vorbereitungsbier.  Wir sind der LASK, meine Lieben.  Wenn das heute etwas werden soll, hat gefälligst jeder alles in die Waagschale zu werfen, wenn Gregory und Co nach euch rufen. 

Diese Bühne, diese europäische Bühne, sie wird heute Abend die unsere sein. 

ASK - immer zu dir stehen, niemals von dir gehen. Let them come- ich bin bereit. 

Meine Stimme geht heute ....

 
 

 

Stellungnahme zu den Vorfällen nach dem gestrigen Spiel
 
Meine Stimme geht heute…
 
- sicher NICHT an willkürliche Übergriffe seitens der Exekutive.
- sicher NICHT an wahllosen Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Fans.
- sicher NICHT an die Rechtfertigung eines sinnlosen Polizeieinsatzes in St. Pölten.
 
Kommen wir zum Punkt: das ist ein Bericht eines Fans, welcher sich eigentlich über den 5. Auswärtssieg seines Vereins in Folge in dieser Saison freuen wollte.
 
Aber Schritt für Schritt. Wir schreiben die letzten Minuten eines ungefährdeten Sieges des LASK in St. Pölten. Alle Mitgereisten sind positiv gestimmt, nicht mal ein negatives Wort ist vor, während oder nach dem Schlusspfiff gefallen.
 
Danach sammeln sich, wie immer und wie auch überall und überhaupt üblich, die aktiven Fanclubs zusammen um gemeinsam nicht nur den Sieg und die drei gewonnen Punkte, sondern auch ihr Material zum Bus zu tragen.
 
Vor der Tür wartet auf einmal, vor allem in St. Pölten unverständlich (denn welche großen Fangruppen sollten dort aufeinander stoßen?!), ein Überangebot an Exekutivbeamten in voller Montur.
Ok, das ist nichts Neues für uns, der Konsens war:
„Auf geht‘s Jungs (und Mädels), weitergehen, die Busse sind da, feiern wir den Sieg zuhause!“
 
Aber dann, genau in einem Augenblick der Unachtsamkeit, schreitet die Exekutive ein:
Schlagstöcke auf jeden, der im Weg steht - hauptsache durch die Menge und diesen Zusammenschluss der Fans trennen.
Leute wurden grundlos zu Boden gedrückt, Leute wurden grundlos geschlagen, Leute wurden behandelt wie der letzte Dreck auf Erden.
Doch das war noch nicht der Höhepunkt, denn es ging noch weiter, weil Schlagstöcke alleine wohl nicht reichen.
 
Mhmmm, tut dieser Pfeffergeschmack Stunden nach dem Match noch immer gut in den Atemwegen, liebe Polizei.
Fontänen von diesem Zeug wurden in Richtung der Fans gesprüht.
Achja, ihr hattet ja im Prinzip keine Richtung, denn es wurde wiederum wahllos einfach in die Menge gesprüht.
Habt ihr es mitbekommen, dass da vielleicht auch Kinder dabei waren?
Habt ihr es mitbekommen, dass da auch jeder Anwesende darunter leiden musste?
 
Musste so, wie schon so oft, dieses komplette Überangebot an Polizei gerechtfertigt werden?
Bekommt sonst die Exekutive in St. Pölten (nicht zum ersten Mal) nicht genug Kohle?
 
Denn normalerweise braucht man in St. Pölten, wenn der LASK kommt, fast keine Polizei, weil einfach nichts passiert.
Sind das echt unsere Steuergelder, für die wir wöchentlich in die Arbeit gehen, um euch damit finanzieren zu müssen?
Und dann werden wir auch noch behandelt wie die Allerletzten?
„Shampoo“, danke dafür..
 
Ehrlich gesagt, das kann es einfach nicht sein….
 
Leider muss ich sagen, dass ich solche Vorgehensweisen in meiner 26-jährigen Stadionpräsenz schon kenne, doch das ist gar nicht das Ausschlaggebende.
 
Ich denke da zum Beispiel an den kleinen Jungen, der heute das erste Mal auswärts mitfahren durfte und von diesem ganzen Szenario wohl immer geprägt sein wird.
Denn was hat er mitbekommen?
Statt die Heimfahrt mit einem Sieg zu feiern, sah er Männer, welche ob des brennenden Gesichts nicht mal mehr wirklich atmen konnten.
Männer, die trotz des Sieges ihres Vereins, Tränen vergossen haben.
 
Was soll das bitte? Was bewegt Menschen dazu, wahllos auf andere Menschen loszugehen?
Das ist vermutlich die richtige Frage, denn man muss nur einmal „Menschen“ durch „Polizei“ ersetzen - wenn man das nämlich macht, dürfte alles erlaubt sein.
 
Und das kann es einfach nicht sein in einem (eigentlich) freien Staat, wie Österreich es ist…..oder zählen bei Auswärtsfahrten keine Rechte und Gesetze mehr?
 
Nicht nur heute, nicht nur in Niederösterreich, sondern überall im ganzen Land - und vor allem IMMER und IMMER WIEDER…
 
IMMER WIEDER ÖSTERREICH! (weil ja heute Wahltag ist)
 

Es war einmal ...

Es war einmal - ich kann mich, wenn auch etwas dunkel erinnern: Irgendwann in der zweiten Hälfte der 70er Jahre bin ich regelmäßig ins Oval hinaufgepilgert. Bei Derbies mit meinem besten Freund, einem VÖESTler. Ansonsten mit meinen Freunden aus der Schule.

Ich erinnere mich, wie in den 80er Jahren, zuerst unter Dolfi Blutsch, später unter Janos Kondert eine absolut geile Mannschaft da war. Halbprofis wohlgemerkt. Zwei dritte Plätze durfte ich bejubeln, einen Sieg gegen Inter Mailand.

Ich erinnere mich, dann ging es wieder bergab. Ich blieb.

Eigentlich dachte ich, dass ich das Beste schon gesehen hab. Weil LASK hieß ungefähr - ein gutes Spiel, fünf schlechte Spiele. Runter ging es viel leichter als rauf.

Die Jahre vergingen, meine Liebe nicht. Sie war ein bisschen eingerostet wie es halt in so manchen Beziehungen passieren kann.

Aber dann kamen die Jahre, die ich eigentlich nicht erleben wollte - keine Lizenz, der LASK vor dem endgültigem Aus.

Und dann das Comeback, das nie geglaubte. Ja, und dann letztes Jahr das Spiel gegen Besiktas. Einen Freund wollte ich überreden mit zum Spiel zu gehen. Er meinte noch - warten wir mal das Hinspiel ab. Auch ich war überzeugt, dass wir nicht den Hauch einer Chance haben. 

Und heuer - die Spiele gegen Basel und letzte Woche die Championsleaguehymmne.

Ganz egal was heute passiert - ob Niederlage, egal wie hoch, ob Unentschieden oder Sieg und Aufstieg - ich bin stolz.

Stolz, auf den LASK, stolz auf die Spieler, stolz auf meine Freunde bei seit1908 und hier herinnen.

Das, was heute passiert kann uns niemand mehr nehmen.

Einmal LASKler, immer LASKler!

Gebt euch einen Ruck

Erneut hat uns ein Gastkommentar erreicht:

Die Geschichte der Übernahme durch die FdL findet immer wieder seinen Platz in diversen Berichten wenn es um die derzeitigen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolge des LASK geht. Und das auch völlig zu Recht. Die damalige Übernahme gilt als Startschuss zu der erfolgreichsten Epoche der Vereinsgeschichte.

Der Vizemeistertitel, die erneute Qualifikation für den Europacup und ein breites wirtschaftliches Fundament. Das hat man jedem einzelnen Freund des LASK zu verdanken und insbesondere unserem Präsidenten Siegmund Gruber.

Dass jedoch nicht alles was Gold ist glänzt, beweisen die letzten Wochen und auch Monate. Waren es in der Vergangenheit kleine Fehltritte wie zum Beispiel ein Testspiel bei dem auch Dauerkartenbesitzer zahlen mussten (der LASK reagierte auf die Kritik) oder gelbe Ärmel auf den Heimdressen, so scheinen die zuletzt gesetzten Handlungen ein Ausloten der Grenzen zu sein.

Ich möchte dieses Thema nicht noch einmal zur Gänze durchkauen und bin als Außenstehender vielmehr darum bemüht Lösungsvorschläge zu liefern.

Mir ist auch durchaus bewusst, dass meine geschriebenen Worte zu keinem wundersamen Liebescomeback zwischen Verein und aktiver Fanszene beitragen werden, dennoch soll dieser Text für beide Seiten ein Denkanstoß sein. Ob man sich diesen zu Herzen nimmt oder nicht, bleibt den handelnden Personen überlassen.

Es wäre auf jeden Fall schade, würde man auf Grund des eigenen Stolzes in der erfolgreichsten Zeit der letzten 50 Jahre interne Grabenkämpfe nicht bei Seite legen können und so auch den sportlichen Erfolg aufs Spiel setzen. Schließlich hat Unruhe noch keinem Verein zu sportlichen Höhenflügen verholfen. Und ohne sportlichen Erfolg verschwindet auch das rosa schneller als uns lieb ist. Ja, das meine ich ernst, Partner wie BWT sind unabdingbar, wenn es um das Erreichen der sportlichen Ziele geht.

Um was es nun aber wirklich ankommt ist es wie der Verein mit solchen Thematiken umgeht. In erster Linie zählt es jetzt den Weg aus diesem schon zum Teil vergifteten Verhältnis zwischen Vereinsführung und Fans zu finden.

Es geht hier nicht um persönliche Eitelkeiten, es geht uns allen um den LASK. Um das Wohl des Klubs und um Nichts anderes. Doch wie sieht der erfolgreiche Weg des LASK aus? Es ist mit Sicherheit ein Scheideweg an dem man sich derzeit befindet, der durchaus gewisse Risiken mit sich bringt. Gibt es von beiden Seiten kein Einlenken, wird das Lebenswerk unseres Präsidenten zu bröckeln beginnen, daran hege ich keinen Zweifel.

Umso wichtiger wird sein, wie man in Zukunft untereinander kommuniziert. Weiters wird abzuwarten sein wie gut der Spagat zwischen Befriedigung der Interessen der Sponsoren und dem Hochhalten der für Fans wichtigen Werte gelingt.

Um nun schnellstmöglich wieder ins Reine zu kommen, sollten beide Seiten einen Schritt aufeinander zu machen. Es wäre schön, wenn hier von Vereinsseite der erste Schritt erfolgt. Eine Entschuldigung für provokante Gesten des Präsidenten würde hier wohl schon mal die Stimmung etwas lockern und ein erstes Signal in Richtung Fans senden.

Fortführend sollte die Fanszene, welche dem Verein bereits vor Wochen ein komplettes Konzept mit für sie allen wichtigen Werten vorgelegt hat, noch einmal kompakt alle Punkte auf den Tisch bringen.

Dass man deswegen jetzt von Seiten des LASK nicht das Projekt Juniors OÖ zu Grabe tragen wird oder einen Thomas Gebauer zurück nach Ried schickt, sollte den Fans aber auch bewusst sein.

Um eine Parallele zum Klima zu ziehen. Die Stimmung wird heißer und es ist fünf vor zwölf. Wird hier nicht schnellstmöglich gehandelt, gibt es irgendwann kein Zurück mehr. Und wer weiß, vielleicht hilft ja auch einfach ein bereinigendes Gewitter, bei dem beide Seiten auf den Tisch klopfen.

Ein gut gemeinter Rat meinerseits: direkte Kommunikation ist der einzige Weg zum Erfolg. Mit öffentlichen Bekundungen zu diesem Thema wird man nur weiter Öl ins Feuer gießen und einen Schulterschluss zwischen Klub und Fans in weite Ferne rücken.

Gebt euch einen Ruck, handelt wie erwachsenen Menschen und setzt euch an einen Tisch. Alles andere wäre „Orsch“!

Mein Verein, wie ich ihn nie wollte

111 Jahre ist unser Verein heuer alt, meine persönliche 25. LASK-Saison begann gestern mit dem Sieg gegen Altach – eigentlich ein Grund zu feiern, gäbe es nicht einige Entwicklungen bei unserem geliebten Sportklub, die ich schon seit einiger Zeit mit Sorge beobachte, in weniger feinen Worten: die mich richtig richtig ankotzen.

Ein Aufruf zu mehr Sachlichkeit

Das Internet ist toll, es dient als Kommunikationsmittel, ermöglicht schnellen Gedankenaustausch, dient als Informationsquelle und erweitert den eigenen Horizont. Jedoch hat die Sache einen Haken, oftmals werden Emotionen falsch verpackt und/oder falsch interpretiert.

Es passieren verbale Entgleisungen und Respektlosigkeiten die vom Verfasser so oft nicht wahrgenommen werden, weil man das Ganze in Gedanken ja doch eh in einem Packerl Sarkasmus verpackt hat.

Was das mit dem LASK zu tun hat? Ganz einfach, viele Kommentare zum Thema Stadion sind entbehrlich! Sei es in diversen Internetforen oder in den sozialen Medien.

Leider ist es nun einmal so, dass auch in Sachen Stadion-Neubau vorwiegend in den „Farben“ schwarz und weiß Gedacht wird. Wahrlich wunderschöne „Farben“, die jedoch nicht zu einer verbesserten Gesprächskultur und sachlichem Meinungsaustausch beitragen.

Ich richte diesen Appell deswegen vor Allem an jene LASK Fans, die vehement versuchen den Stadion-Neubau mit aller Kraft zu verteidigen und dabei oft auf eine objektive Argumentation vergessen. Persönliche Angriffe, Diffamierungen und Polemik haben in dieser Diskussion Nichts verloren, am Ende führt ein solches Verhalten nur dazu, dass die Stadion-Gegner noch überzeugter ans Werk gehen, sich weiterhin ihrer Unwahrheiten bedienen und diese Angriffsfläche der schwachen Argumentation nutzen um gestärkt in ihrer Argumentation zu sein.

Ich gebe es zu, es ist nicht immer leicht ruhig und besonnen zu bleiben wenn Falschinformationen als Fakten verkauft werden, es ist nicht immer leicht wenn sich die „Gegenseite“ einer politischen Rhetorik bedient, die man zur Genüge kennt.

Aber glaubt mir eines, oftmals hilft es den Wind aus den Segeln zu nehmen. Eine weniger aggressive Diskussionskultur wird auch dem LASK hilfreich sein.

Deswegen meine Bitte an euch: Argumentiert mit Fakten und bietet hier keine weitere Angriffsfläche.

Die Fakten die wären:

- Der LASK hat etliche Standorte durch ein unabhängiges Unternehmen prüfen lassen. Dabei wurde der Standort Pichling als idealer Standort auserkoren.
- Fakt ist, es wurde und wird von Seiten der Stadion-Gegner kein alternativer Standort aufgezeigt der realistisch und machbar wäre.
- Der genaue Standort des Stadions ist noch nicht bekannt, deswegen darf man nicht müde werden zu betonen, dass die in den Medien und Anfangs vom LASK verbreitete Grafik lediglich ein Rendering ohne Aussagekraft ist. Der LASK betonte aber mehrmals das Stadion vom See wegrücken zu wollen.
- Die Umweltverträglichkeitsprüfung wird als objektives Instrument dafür eingesetzt werden um zu prüfen ob der Standort alle Voraussetzungen für ein neues Stadion erfüllt.
- Der LASK hält sämtliche rechtliche Vorgaben bei seinem Bauvorhaben ein.
- Es ist auch das gute Recht der Stadion-Gegner eine Volksbefragung zu initiieren, aus diesem Grund braucht dafür niemand angefeindet werden. Im Gegenteil, zeigen wir auf diesem Weg, dass die Mehrheit dieses Stadion wünscht.

Abschließend sei nochmals das Motto „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ in Erinnerung gerufen.

Lasst uns gemeinsam den Traum vom neuen Stadion verwirklichen, motiviert eure Freunde, Verwandten und Bekannten schon jetzt die Volksbefragung gegen den Stadionbau abzulehnen und helft dem LASK so beim Schreiben eines weiteren Kapitels der langen Vereinshistorie.

#gemeinsamsindwirlask

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